Gipfel zum Friedensplan

"Produktives" Ukraine-Gespräch – heikle Punkte bleiben

Die Ukraine meldet nach den Gesprächen in Florida zwar Fortschritte, doch die Formulierungen zu den Gebieten machten die Verhandlungen schwierig.
Lara Heisinger
01.12.2025, 22:01
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Die diplomatischen Bemühungen für ein mögliches Abkommen im Ukraine-Krieg gehen in eine neue, entscheidende Runde. Nach den jüngsten Gesprächen zwischen Unterhändlern der Ukraine und den USA in Florida hat sich der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow vorsichtig optimistisch gezeigt und von deutlichen Annäherungen gesprochen.

"Wir haben bedeutenden Fortschritt erreicht, einige Fragen bedürfen jedoch weiterer Feinabstimmung", erklärte Umerow am Montag. Bereits am Sonntag hatte der Leiter des ukrainischen Sicherheitsrats den ersten Teil der Verhandlungen als "produktiv und erfolgreich" beschrieben.

Heikle Gespräche "in Bezug auf Gebiete"

Aus ukrainischen Verhandlungskreisen hieß es jedoch, die Gespräche seien "nicht einfach" gewesen – besonders Formulierungen "in Bezug auf Gebiete" hätten sich als heikel erwiesen.

Die Verhandlungen in Florida gelten als Auftakt einer Reihe weiterer hochrangiger Gespräche. Am Montag traf Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Paris. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wiederum soll am Dienstag mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau sprechen, während US-Verteidigungsstaatssekretär Dan Driscoll in den kommenden Tagen nach Kiew reisen will.

Macron: "Europäer müssen mit am Tisch sitzen"

Macron bekräftigte bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Selenskyj den Anspruch Europas, Teil eines möglichen Friedensplans zu sein. "Ein solcher Plan kann nur beschlossen werden, wenn die Europäer mit am Tisch sitzen", sagte er und betonte, man befinde sich noch "in einer frühen Phase".

Selenskyj wiederum forderte direkte Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über offene "Schlüsselthemen". "Wir müssen sicherstellen, dass Russland am Ende nicht den Eindruck hat, für den Krieg belohnt zu werden", so der ukrainische Präsident.

Russland erobert weitere ukrainische Gebiete

Parallel zur Diplomatie verschiebt sich die Lage an der Front weiter zugunsten Russlands. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Basis von Daten des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) eroberte die russische Armee im November 701 Quadratkilometer an ukrainischem Gebiet – der größte Zuwachs seit November 2024.

Ende November kontrollierte Russland damit 19,3 Prozent der Ukraine. Rund sieben Prozent davon, die Krim und Teile des Donbass, standen bereits vor Beginn der Invasion im Februar 2022 unter russischer Kontrolle.

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