Nach Crans-Montana-Inferno

Pyro-Schock in Madrid – Bar-Deko steht in Flammen

Schon wieder Ärger mit Pyrotechnik! Zehn Tage nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana geriet eine Bar in Madrid in Brand.
Newsdesk Heute
14.01.2026, 14:47
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Am Samstagabend kam es im Szene-Lokal Fanático zu einem brenzligen Zwischenfall. Während einer Feier wurden bengalische Feuer an die Gäste verteilt. Laut "20 Minuten" griffen die Flammen plötzlich auf Pflanzen beim Eingang über.

Ein Mitarbeiter reagierte blitzschnell und konnte mit einem Feuerlöscher das Schlimmste verhindern. Die Betreiber zogen sofort Konsequenzen: Ab sofort ist Pyrotechnik im Fanático tabu. Auch die Stadt Madrid denkt über ein generelles Verbot von Pyro in Innenräumen nach, wie unter anderem die Zeitung "El País" berichtet.

Flammen fressen sich durch die Deko

Was genau passiert ist? Die Musik dröhnte, Tänzerinnen tanzten auf der Bar, Gäste hielten bengalische Fackeln in der Hand. Plötzlich schlugen Flammen aus der Deko. Videos zeigen, wie ein Angestellter das Feuer in wenigen Sekunden löschen konnte. Die Gäste mussten das Lokal verlassen, die Party war vorbei – dabei wäre eigentlich noch bis tief in die Nacht gefeiert worden.

Das Fanático liegt am Paseo de la Castellana 43 und gehört zum Gastronomie-Konzern GLH Singular Restaurants. Insgesamt betreibt der Konzern 19 Lokale. Laut Unternehmen verfügen alle Betriebe über die vorgeschriebenen Brandschutzzertifikate. Nach dem Vorfall gilt jetzt in allen Lokalen des Konzerns ein striktes Pyro-Verbot.

Madrid plant neue Regeln für Pyrotechnik

Auch die Stadt Madrid will jetzt reagieren. Vizebürgermeisterin Inmaculada Sanz kündigte an: "Der Weg scheint in Richtung Verbot zu führen". Die genauen Details werden noch geprüft. Schon jetzt ist Pyrotechnik in Innenräumen nur mit Sondergenehmigung erlaubt.

Immer wieder kommt es in Spanien zu schweren Unfällen mit offenem Feuer in Lokalen. 2022 starben drei Menschen bei einem Flambier-Unfall in einem Restaurant in Salamanca. Im Vorjahr kamen bei einem Brand in einer Disco in Murcia 13 Menschen ums Leben – dort war eine Kaltfunkenmaschine der Auslöser.

In der Gastro- und Clubszene wächst der Widerstand gegen solche Effekte. Veranstalter wie Nacho Casteleiro, Gründer von Urban Klubb, fordern schon länger ein Umdenken. Auch Betreiberin Minerva Tapial hat in ihren Lokalen längst ein Verbot für Bengalos – und sogar für Kerzen – ausgesprochen.

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