Österreicher und alle anderen Reisenden aus EU-Mitgliedstaaten benötigen seit dem 2. April 2025 ist eine elektronische Einreisegenehmigung für Großbritannien. Die sogenannte ETA (Electronic Travel Authorization) ist für alle Pflicht, die kein Visum beantragt haben und keinen britischen Pass besitzen. Nun plant die Regierung, die Gebühren für die Einreisegenehmigung erneut zu erhöhen - auf 20 britische Pfund (rund 23 Euro) und damit um 25 Prozent.
Das wäre das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Gebühr von 10 auf 16 Pfund angehoben. Derzeit steht jedoch noch die Zustimmung des britischen Parlaments aus.
Die ETA kann online oder App beantragt werden, wird anschließend geprüft und erst danach wird eine Einreiseerlaubnis nach England, Schottland, Wales oder Nordirland erteilt – oder eben verweigert. Bisher hat die britische Regierung diese Regel jedoch anscheinend nicht ganz so streng genommen.
Ab dem 25. Februar 2026 soll es jedoch keine Ausnahmen für mehr als 80 visumfreie Staatsangehörige mehr geben. Fluggesellschaften sind dazu angehalten, bereits vor dem Check-in die Gültigkeit der ETA zu prüfen.
Die Digitalisierung der Grenzkontrollen soll laut der Regierung die Sicherheit stärken und Reisenden ein schnelleres, reibungsloseres Einreiseverfahren bieten. Die ETA soll eine Vorab-Prüfung aller Anträge ermöglichen und potenzielle Risiken bereits vor der Abreise erkennen.
Reise- und Tourismusexperten warnen jedoch, dass steigende Gebühren das Vereinigte Königreich als Reiseziel weniger attraktiv machen könnten. Die Kosten für eine einfache Einreiseerlaubnis seien im internationalen Vergleich hoch und könnten besonders preisbewusste Urlauber abschrecken.