Prall, leuchtend rot und glänzend – so sieht für viele der perfekte Granatapfel aus. Doch ausgerechnet die Farbe führt beim Einkauf auf die falsche Fährte. Ob die Frucht wirklich reif ist, erkennst du an ganz anderen Merkmalen.
Von Gelb über Beige bis hin zu kräftigem Rot: Je nach Herkunft kann die Schale eines Granatapfels ganz unterschiedlich aussehen. Über seinen Reifegrad verrät die Farbe deshalb kaum etwas, erklärt das deutsche Bundeszentrum für Ernährung. Stattdessen solltest du die Frucht genauer anfassen und den Blütenansatz betrachten: Eine raue, ledrige Schale und ein deutlich trockener Blütenansatz sprechen für eine gute Reife.
Auch optische Makel müssen nicht automatisch bedeuten, dass der Granatapfel schlecht ist. Flecken auf der Schale sind laut Ernährungsexperten kein Warnsignal und sagen nichts darüber aus, ob die Frucht bereits überreif ist.
Bei weichen Stellen sieht die Sache anders aus. Davon besser die Finger lassen: Sie können darauf hindeuten, dass der Granatapfel im Inneren bereits fault. Seine robuste Schale hat allerdings einen großen Vorteil – unversehrte Früchte können mehrere Monate lagerfähig bleiben. Selbst ein bereits geöffneter Granatapfel hält sich im Kühlschrank noch mehrere Tage.
Ist das richtige Exemplar gefunden, wartet die nächste Herausforderung: Wie bekommt man die Kerne heraus, ohne danach Küche und Kleidung putzen zu müssen?
Hier empfiehlt es sich, zunächst rund um die Krone einen nicht zu tiefen Schnitt zu setzen und den entstandenen Deckel abzunehmen. Anschließend wird die Schale entlang der weißen Trennwände von oben nach unten eingeschnitten. So lässt sich die Frucht leicht auseinanderbrechen. Die Kerne löst du anschließend am besten in einer Schüssel unter Wasser mit den Fingern oder einem Löffel heraus. Das verhindert Spritzer – denn der intensiv gefärbte Saft kann auf Kleidung ausgesprochen hartnäckig sein.
Übrigens täuscht nicht nur die Farbe: Trotz seines Namens ist der Granatapfel botanisch gar kein Apfel, sondern eine Beere. Sein Name geht auf das lateinische "malum granatum" zurück – übersetzt etwa "gekörnter Apfel". Gemeint sind damit die vielen Samen im Inneren.