Auf Österreichs Straßen droht am letzten großen Ferienwochenende noch einmal Stillstand.
Während Urlauber in Richtung Süden aufbrechen, rollt gleichzeitig eine starke Rückreisewelle aus Italien und Kroatien nach Norden. Dazu kommen Tausende Motorradfans am Faaker See, Messebesucher in Dornbirn und rund 8.000 Läufer in der Wachau (NÖ).
Grund für den starken Reiseverkehr ist das Ferienende in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark. Auch in den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg beginnt wieder die Schule.
Nach Einschätzung des ÖAMTC wird am Samstagvormittag zunächst noch viel Verkehr in Richtung Süden unterwegs sein. Ab Samstagnachmittag dürfte die Zahl der Heimreisenden deutlich steigen. Am Sonntag ist vor allem auf den Fahrbahnen Richtung Norden mit langen Kolonnen zu rechnen.
Ein besonderer Stauschwerpunkt dürfte erneut der Karawankentunnel zwischen Kärnten und Slowenien werden. Dort wären Wartezeiten von mehr als einer Stunde laut ÖAMTC keine Überraschung.
Probleme werden auch auf den großen Nord-Süd-Verbindungen erwartet. Dazu gehören die Brennerautobahn A13 und die Fernpassstraße B179 in Tirol, die Tauernautobahn A10 in Salzburg und Kärnten sowie die Pyhrnautobahn A9 in Oberösterreich und der Steiermark.
Geduld brauchst du vor allem vor Tunneln, Mautstellen und Baustellen. Auf der A13 kann es im Bereich der Luegbrücke und vor der Mautstelle Schönberg eng werden. Auf der A10 gelten die Tunnelbereiche und die Baustellen zwischen Flachauwinkel und Golling sowie rund um Spittal an der Drau als besonders anfällig.
Weitere Verzögerungen erwartet der Mobilitätsclub unter anderem auf der Westautobahn A1 vor dem Walserberg, der Südautobahn A2 im Packabschnitt, der Inntalautobahn A12 und der Rheintalautobahn A14. Auch vor den Grenzübergängen Nickelsdorf, Suben und Spielfeld kann sich der Verkehr stauen.
Wer am Samstagabend in der Steiermark unterwegs ist, muss zusätzlich eine Sperre beachten. Die Südautobahn A2 wird in der Nacht zwischen Laßnitzhöhe und Gleisdorf gesperrt. Betroffen sind die Nächte der Samstage am 12. und 19. September.
Auch im Packabschnitt der A2 bleibt die Lage angespannt. Zwischen dem Herzogbergtunnel und dem Packsattel steht wegen Sanierungsarbeiten nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Vor den Tunnelbereichen kann es zu Blockabfertigungen und längeren Wartezeiten kommen.
Rund um den Kärntner Faaker See sorgt die European Bike Week für zusätzlichen Verkehr. Das Treffen läuft noch bis Sonntag, den 13. September. Veranstalter und ÖAMTC rechnen mit rund 100.000 Motorradfans aus mehr als 50 Ländern.
Die größten Einschränkungen bringt die Harley-Davidson-Parade am Samstag, dem 12. September. Die Aufstellung beginnt gegen 10 Uhr, gestartet wird um 12 Uhr. Die Strecke führt vom Faaker See über Finkenstein und die Villacher Innenstadt rund um den Ossiacher See und anschließend über Wernberg und Rosegg zurück nach Faak.
Während der Parade werden mehrere Straßen zeitweise gesperrt. Die Anschlussstelle Villach-Ossiacher See auf der A10 ist von 12.30 bis 15 Uhr betroffen. Die Abfahrt Wernberg auf der A2 soll von 13 bis 15 Uhr gesperrt werden. Auch auf der Faakersee-Uferstraße L53 und der Faakersee Straße B84 gelten Einschränkungen.
Auch in Vorarlberg kann es am Wochenende eng werden. Die Herbstmesse in Dornbirn läuft ebenfalls bis Sonntag und zieht zahlreiche Besucher an.
Besonders auf der Rheintalautobahn A14 ist bei den Abfahrten Dornbirn Süd und Dornbirn West mit Verzögerungen zu rechnen. Der ÖAMTC empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Eintrittskarte zur Messe gilt dabei als Fahrschein.
In Niederösterreich steht am 12. und 13. September der Wachau-Marathon auf dem Programm. Rund 8.000 Teilnehmer werden zu einer der größten Laufveranstaltungen Österreichs erwartet. Der Hauptbewerb findet am Sonntag statt.
Die Laufstrecke führt am nördlichen Donauufer entlang. Deshalb musst du vor allem auf der Donau Straße B3 mit Sperren und Verzögerungen rechnen.
Wenn du nicht zum Marathon unterwegs bist, solltest du den betroffenen Abschnitt möglichst weiträumig umfahren. Als Alternativen nennt der ÖAMTC die Aggsteiner Straße B33 auf der gegenüberliegenden Donauseite sowie eine Route über die Westautobahn A1 und die Kremser Schnellstraße S33.
Für Autofahrer bedeutet das Wochenende damit noch einmal eine Geduldsprobe. Wer flexibel ist, sollte Stoßzeiten meiden, vor der Abfahrt die aktuelle Verkehrslage prüfen und für längere Fahrten ausreichend Zeit einplanen.