Wer Kürbiskernöl kauft, greift im Supermarkt schnell zur Flasche. Doch woran erkennt man eigentlich, ob wirklich gutes Öl darin steckt? Farbe, Duft und Geschmack geben wichtige Hinweise. Auch das Siegel auf der Flasche spielt eine entscheidende Rolle.
Hochwertiges Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. fällt schon optisch auf: Typisch ist die Zweifarbigkeit mit einem tiefen Grünton und einem rötlichen Schimmer. Auch beim Geruch zeigt sich die Qualität. Das Öl sollte frisch und angenehm nussig riechen. Am Gaumen kommt eine charakteristische Röstnote dazu, begleitet von einem klaren Kernton. Dazu gesellt sich ein vollmundiges, angenehmes Mundgefühl.
Ein weiteres wichtiges Erkennungsmerkmal ist das g.g.A.-Siegel. Die geschützte geografische Angabe ist ein Herkunftsnachweis und weist auf die besondere regionale Herkunft des Produkts hin.
Doch was steckt eigentlich hinter dem intensiven Aroma? Wie Steirerkraft erklärt, reifen die Ölkürbisse den Sommer über auf den Feldern. Im Herbst werden sie geerntet und die Kerne anschließend gewaschen, schonend getrocknet, gemahlen und mit Wasser und Salz geröstet.
Genau bei diesem Schritt entsteht die typische nussige Note. Danach wird die geröstete Kernmasse gepresst. Dafür kommt das sogenannte Stempelpressverfahren zum Einsatz. Dabei drückt ein Stempel langsam und mit hohem Druck auf die geröstete Masse. Das Öl tritt dabei Tropfen für Tropfen aus.
Anschließend darf es noch ruhen: Rund sieben Tage bleibt das Öl in Edelstahltanks. Dabei klärt es sich auf natürliche Weise – ganz ohne Filtern. Erst danach wird das Steirische Kürbiskernöl g.g.A. abgefüllt.
Wie viel Kürbis tatsächlich in einer Flasche steckt, zeigt eine beeindruckende Zahl: Für einen Liter Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. werden laut Steirerkraft rund 11.300 Kürbiskerne benötigt. Das entspricht etwa 30 bis 40 steirischen Ölkürbissen. Hinter dem intensiven Geschmack steckt also einiges an Handwerk – und jede Menge Kerne.
Kürbiskernöl ist längst nicht nur ein Klassiker auf Blattsalat oder Kürbissuppe. Ein kleiner Schuss kann auch andere Gerichte geschmacklich aufpeppen. Besonders gut passt das nussige Öl etwa zu Cottage Cheese oder cremiger Burrata. Auch in Joghurt eingerührt oder über eine Frühstücksbowl geträufelt, sorgt es für ein kräftigeres Aroma.
Wichtig ist dabei vor allem eines: Das Öl nicht einfach nach der Farbe beurteilen. Erst das Zusammenspiel aus Optik, Duft, Geschmack, Mundgefühl und Herkunftssiegel zeigt, was in der Flasche steckt.