Viele werfen ihre Jeans ganz selbstverständlich in die Waschmaschine – doch genau das hält Levi's-CEO Charles Bergh für einen Fehler. Stattdessen setzt er auf deutlich schonendere Methoden. Kleine Flecken werden einfach gezielt per Hand gereinigt, etwa mit einem feuchten Tuch oder einer Bürste. Erst wenn die Jeans wirklich stark verschmutzt ist, greift er zu einer ungewöhnlichen Lösung.
"Wahre Denim-Liebhaber, also Menschen, die ihre Jeans wirklich schätzen, würden euch raten, sie niemals in der Maschine zu waschen." Auch er selbst halte sich daran, wie er etwa 2023 in einem Podcast des US-Senders CNBC betonte.
Einerseits leide das Material unter häufigem Waschen – Farbe und Passform gehen schneller verloren. Andererseits verbraucht die Denim-Industrie ohnehin enorme Mengen an Wasser, etwa bei der Produktion und Verarbeitung von Baumwolle.
Ganz auf die Reinigung zu verzichten, empfiehlt er aber nicht. "Das heißt nicht, dass man Jeans nie waschen soll", stellt Bergh klar. Stattdessen setzt er bei starker Verschmutzung auf eine alternative Methode: Er steigt einfach samt Jeans unter die Dusche. "Ich springe unter die Dusche, seife mich ein und wasche sie dabei", erzählt er. Diese Methode habe er schon in jungen Jahren auf Interrail-Reisen gelernt, als er oft in Hostels übernachtete.
„Ich springe unter die Dusche, seife mich ein und wasche sie dabei.“
Das Unternehmen Levi Strauss & Co. selbst empfiehlt auf seiner Website, Jeans frühestens nach etwa zehnmaligem Tragen zu waschen. Sogenannter Raw Denim – also unbehandelte, ungewaschene Modelle – sollte sogar nur wenige Male im Jahr in die Maschine.
Wichtig dabei: Jeans immer auf links drehen, um die Farbe zu schützen, den Reißverschluss schließen und möglichst kalt waschen, damit der Stoff nicht einläuft. Anschließend sollten sie an der Luft trocknen.
Kleine Flecken zwischen den Waschgängen lassen sich laut Empfehlung ganz einfach mit einem feuchten Tuch oder einer alten Zahnbürste und etwas milder Seife entfernen.