Die Kaufkraft in Österreich steigt weiter an. Gemeint ist damit das frei verfügbare Einkommen, das den Menschen nach Abzug fixer Ausgaben bleibt. Für Niederösterreich gibt es dabei gute Nachrichten: Mit durchschnittlich 30.476 Euro pro Einwohner und Jahr liegt das Bundesland aktuell auf Platz zwei im Österreich-Vergleich. Das hat das Marktforschungsinstitut RegioData Research in einer Studie herausgefunden.
An der Spitze liegt laut aktueller Erhebung Salzburg. Niederösterreich folgt knapp dahinter und zählt damit weiter zu den stärksten Bundesländern des Landes.
Auffällig ist aber: Während Bundesländer mit niedrigerem Ausgangsniveau in den vergangenen Jahren teils deutlich aufgeholt haben, ist die Kaufkraft in Niederösterreich über die vergangenen zehn Jahre in etwa auf ähnlichem Niveau geblieben.
Besonders groß sind die Unterschiede innerhalb des Bundeslands. Zu den kaufkraftstärksten Gemeinden Österreichs zählen Gießhübl im Bezirk Mödling und Bisamberg im Bezirk Korneuburg. Die Gründe dafür liegen laut Studie in starken wirtschaftlichen Strukturen und überdurchschnittlichen Einkommen im Umland von Wien.
Ganz anders schaut es in kleineren, wirtschaftlich schwächeren Gemeinden aus. Dort ist die Kaufkraft deutlich niedriger. Unter den fünf kaufkraftschwächsten Gemeinden Österreichs findet sich auch Opponitz im Bezirk Amstetten.
Spannend ist auch der Blick zurück: Im Jahr 2021 lag Niederösterreich laut GfK-Kaufkraftstudie mit durchschnittlich 25.615 Euro pro Kopf und Jahr noch an der Spitze aller Bundesländer. Damals lag der Österreich-Schnitt bei 24.232 Euro. Heute ist die Kaufkraft in NÖ zwar höher als zuvor, im Bundesländer-Ranking reicht es für Niederösterreich aber nur noch für Rang zwei.