Die Verschmelzung der Erste Bank mit der Salzburger Sparkasse Bank AG nimmt die nächste Hürde: Nachdem die Kreditinstitute schon seit vergangenem Jahr zu einem fusioniert sind, werden nun auch die IT-Systeme zusammengelegt. Für die 260.000 Kunden aus Salzburg bedeutet das tagelange Einschränkungen.
Als Zeitpunkt hat man sich das verlängerte Pfingstwochenende ausgesucht. Genauer gesagt sind einige Services von Freitag, 18 Uhr, bis Montagvormittag eingeschränkt. Wichtig: Betroffen sind nur die Kunden der Salzburger Sparkasse und nicht alle der Erste Bank.
Sämtliche Konten bekommen eine neue Kontonummer, eine neue IBAN, BIC und Bankleitzahl. Deswegen müssen auch die Bankomatkarten getauscht werden – aber mehr dazu weiter unten.
Grundfunktionen der Debitkarten bleiben über die Feiertage erhalten. Bargeld kann bis zu 400 Euro behoben werden, solange das insgesamt verfügbare Wochenlimit von 1.500 Euro noch nicht erreicht ist. Zahlungen in Geschäften oder Lokalen und per Apple-/Google-Pay sind möglich, allerdings gilt das 1.500-Euro-Limit auch hierfür. Mit der Kreditkarte kann zusätzlich bis zum Kartenlimit bezahlt werden.
Wer vorhatte, am Wochenende in Ruhe den Urlaub zu buchen, muss wohl umplanen: Größere Online-Zahlungen für Flüge oder Hotels, die mit George freigegeben werden müssen, sind nicht möglich. Mit dem Jugendkonto spark7 sind keine Bargeldbehebungen und keine Zahlungen mit der Debitkarte möglich. Sparkarten können ebenfalls kein Geld beheben.
Die Erste Bank rät den Salzburgern:
– Erledigen Sie wichtige Bankgeschäfte vor dem 22. Mai.
– Bei größeren Zahlungen und Urlaubsplänen: Vorab genügend Bargeld abheben.
– Jugendliche mit spark7: Rechtzeitig Bargeld abheben.
Die Filialen schließen am Freitag um 12.30 Uhr, an diesem Tag können keine Konten oder Depots eröffnet werden. Bargeld-Einzahlungen funktionieren am SB-Gerät, Behebungen nur bis 400 Euro pro Tag. Andere SB-Services sind nicht verfügbar.
Wichtig: Das Online-Banking "George" macht komplett Pause. Heißt: kein Login, keine Überweisungen und keine Freigabe von Zahlungen.
Montagvormittag, wenn die Umstellung planmäßig abgeschlossen wird, ist sofort schon die neue Kontonummer und IBAN in George einsehbar. Die Zugangsdaten bleiben gleich, Verknüpfungen zwischen den Bankprodukten werden automatisch aktualisiert.
Während es bei Kreditkarten keinerlei Änderungen gibt, ist bei Debitkarten und Indoor-Karten einiges zu beachten. Die neuen Bankomatkarten bekommen Kunden spätestens Anfang Juni per Post. Die bisherigen Karten können bis zum 30. August normal weiterverwendet werden, am 31. August werden sie deaktiviert. Praktisch: Der PIN-Code bleibt derselbe. Allerdings muss die Karte neu in Apple-/Google-Pay hinzugefügt werden.
Für Zahlungsaufträge gilt: Bei Überweisungen wird automatisch die neue IBAN verwendet. Daueraufträge werden automatisch umgestellt und automatische Abbuchungen (SEPA-Lastschriften) funktionieren weiterhin. Eingehende Zahlungen an die alte IBAN kommen auch nach der Umstellung richtig an.
Dennoch sollten Personen, die regelmäßig auf das Konto einzahlen oder davon abbuchen, darüber informiert werden, dass sich die IBAN geändert hat (z: B. Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen, Energieversorger). Die Erste Bank bietet auf ihrer Website hierfür Musterformulare an. Überall, wo die IBAN hinterlegt ist, sollte die neue eingetragen werden (z. B. Krankenkasse, FinanzOnline, Amazon, PayPal, Abos wie Netflix oder Spotify usw.).