Alles neu bei ADEG

Sonntags einkaufen – Dieser Markt macht es möglich

Mehr als 700 Quadratmeter, 14 regionale Lieferanten und Einkauf auch ohne Personal: Ein neuer ADEG-Markt setzt auf flexible Nahversorgung.
23.10.2026, 16:44
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In Ardagger Stift im Bezirk Amstetten hat Österreichs größter Hybridmarkt eröffnet. Auf mehr als 700 Quadratmetern verbindet ADEG-Kaufmann Manfred Seba den klassischen Supermarkt mit unbemannten Einkaufszeiten. Kunden können dadurch auch dann einkaufen, wenn kein Personal mehr vor Ort ist. Der neue Markt öffnete am 22. Oktober.

Von Montag bis Freitag ist das Team mit 16 Mitarbeitern von 6.45 bis 18 Uhr vor Ort, am Samstag von 7.30 bis 13 Uhr. Danach läuft der Einkauf im Selbstbedienungsbetrieb weiter. Weil Ardagger eine Tourismusgemeinde ist, kann der Markt auch sonntags von 8 bis 13 Uhr unbemannt öffnen. Der Zutritt erfolgt mit Bankomatkarte, bezahlt wird an einer Selbstbedienungskasse.

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14 regionale Lieferanten beliefern den Markt

Neben dem erweiterten Frischesortiment gibt es eine Frischfleisch-Abteilung, eine heiße Theke mit warmen Speisen und eine Kaffee-Ecke. Insgesamt 14 regionale Lieferanten steuern unter anderem Mehl, Honig, Säfte sowie Fleisch- und Wurstwaren bei. Das Sortiment reicht von der Eigenmarke "Clever" bis zu Bio-Produkten von "Ja! Natürlich". Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ergänzt den Neubau.

Für Manfred Seba ist der Standort ein wichtiger Schritt. Er hatte den früheren Nahversorger vor knapp fünf Jahren übernommen. Mit dem neuen Markt will er mehr Platz und ein größeres Angebot schaffen, ohne auf persönliche Betreuung zu verzichten.

ADEG fordert neue Regeln für Hybridmärkte

ADEG begrüßt die Pläne der Bundesregierung, unbemannte Hybridmärkte im Öffnungszeitengesetz rechtlich mit Automatenshops gleichzustellen. Derzeit unterliegen Hybridmärkte auch während vollständig unbemannter Einkaufszeiten den gesetzlichen Öffnungsbeschränkungen. Das Unternehmen fordert eine rasche Umsetzung, damit ähnliche Modelle auch in anderen Gemeinden leichter möglich werden.

Wie groß das Interesse an solchen Angeboten ist, soll eine repräsentative Marketagent-Umfrage unter 1.000 Personen zeigen. Demnach können sich 81 Prozent vorstellen, in Orten ohne Supermarkt einen Selbstbedienungsmarkt zu nutzen. 73 Prozent befürworten längere Öffnungszeiten nach 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen, sofern kein Verkaufspersonal eingesetzt wird. 65 Prozent könnten sich vorstellen, diese Möglichkeit selbst zu nutzen.

Die geforderte Änderung betrifft laut ADEG ausdrücklich unbemannte Einkaufszeiten und keine generelle Sonntagsöffnung mit Personal. Auch Ardaggers Bürgermeister Johannes Pressl begrüßt den neuen Standort. Er sieht darin einen Beitrag zur Lebensmittelversorgung und einen möglichen Treffpunkt für die Gemeinde.

red, 23.10.2026, 16:44
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