Digital-Telegramm

Sony holt Apache 207 an die brandneuen Kopfhörer

Spannende Spielereien, tolle Technik, fürchterliche Flops im Digital-Telegramm. Jeden Tag der Woche liefert "Heute" drei aktuelle Kurzmeldungen.
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07.09.2026, 16:38
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Montag, 07. September 2026

Sony holt Apache 207 an die brandneuen Kopfhörer

Sony bringt den überarbeiteten Over-Ear-Kopfhörer WH-1000XM4C für 249 Euro auf den Markt und vertieft zugleich die Zusammenarbeit mit Apache 207. Das Modell bietet Noise Cancelling, einen 10-Band-Equalizer und eine neue Klangabstimmung und ist in Lavendel, Schwarz und Platin-Silber erhältlich. Ab Herbst 2026 soll in der Sony Sound Connect App zudem ein exklusiver Apache-207-Equalizer verfügbar sein, der sich am Sound seines Albums "21 Gramm" orientiert. Vor der Markteinführung besuchte Apache 207 Sonys Hauptsitz in Tokio.

Cyber Resilience Act erhöht Druck auf IT

Mit dem Cyber Resilience Act kommen auf Hersteller digitaler Produkte neue Pflichten beim Schwachstellenmanagement zu. Erste Meldepflichten gelten bereits ab 11. September 2026: Aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Sicherheitsvorfälle müssen innerhalb von 24 Stunden vorab und binnen 72 Stunden vollständig gemeldet werden. Commvault warnt, dass KI-Systeme die Zahl entdeckter Schwachstellen weiter erhöhen und IT-Abteilungen dadurch noch mehr Lücken bewerten, patchen und dokumentieren müssen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

KI könnte Österreichs BIP stark steigern

Künstliche Intelligenz könnte die Bruttowertschöpfung in Österreich um bis zu 18 Prozent oder rund 72 Milliarden Euro erhöhen, zeigt eine neue Economica-Studie im Auftrag von Microsoft Österreich. Die größten Potenziale liegen in Industrie, Handel, Finanz- und Versicherungswesen sowie freiberuflichen und technischen Dienstleistungen, die gemeinsam 54,9 Prozent des gesamten KI-Potenzials ausmachen. Auch Verwaltung, Bildung sowie Gesundheits- und Sozialwesen bieten laut Studie große Chancen, vor allem angesichts von Fachkräftemangel und demografischem Wandel.

Hermann Erlach, General Manager von Microsoft Österreich; Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung; Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung und Economica-Leiter.
Microsoft/APA-Fotoservice/Krisztian Juhasz

Dienstag, 08. September 2026

Sony bringt extremes Fisheye-Zoom

Sony erweitert sein Vollformat-E-Mount-Portfolio um das FE 8-14mm F3.5 Fisheye G, das erste Fisheye-Zoom der G-Lens-Serie. Es ermöglicht bei 8 mm zirkulare Aufnahmen mit 180 Grad Bildwinkel und bei 14 mm diagonale Fisheye-Bilder über das gesamte Bildfeld. Das 314 Gramm leichte Objektiv ist für Foto und Video ausgelegt und soll ab Ende September 2026 für 1.700 Euro erhältlich sein.

Sony präsentiert sein erstes Fisheye-Zoomobjektiv der G Lens Serie FE 8-14mm F3.5 Fisheye G.
Sony

Speediance bringt kompaktes Kraftpaket

Speediance bringt mit dem Gym Nano am 10. Oktober 2026 ein 8,2 Kilogramm leichtes digitales Widerstandssystem auf den Markt. Es bietet bis zu 100 Kilogramm Widerstand, einen 5,1 Meter langen Kabelweg und misst während des Trainings unter anderem Kraft, Geschwindigkeit, Wiederholungen und Leistung. Ein isometrischer Test erfasst zudem Peak Force, Kraftentwicklung und Links-rechts-Asymmetrien. Das Gerät lässt sich kompakt transportieren, mit zwei Gym Nano im TWIN-Modus kombinieren und soll laut Testprotokoll bis zu 19 Trainingseinheiten pro Akkuladung ermöglichen.

Mit dem Gym Nano präsentiert Speediance ein kompaktes, digitales und portables Widerstandssystem.
Speediance

FEEI sieht Industrie unter Druck

Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie zeigt nach zwei Jahren Rezession erste Zeichen der Erholung, bleibt aber unter Druck. Auftragseingänge, Produktionswert und Umsatz legten 2025 wieder zu, gleichzeitig sank die Beschäftigung um 2,0 Prozent auf rund 1.500 weniger Beschäftigte. Der FEEI fordert rasche Investitionen in Schlüsseltechnologien und kritische Infrastruktur sowie eine stärkere Berücksichtigung europäischer Wertschöpfung bei der öffentlichen Beschaffung. Auch moderate Kollektivvertragsabschlüsse, die Mobilisierung privaten Kapitals und Maßnahmen für Klimaschutz und Industrie sollen den Standort stärken.

Marion Mitsch (FEEI-Geschäftsführerin), Wolfgang Hesoun (FEEI-Obmann).
FEEI/APA-Fotoservice/Arman Rastegar

Mittwoch, 09. September 2026

KI soll endlich verständlich werden

Das neue Buch "Künstliche Intelligenz nutzen für Dummies" von Rafael Bujotzek will den Einstieg in KI ohne technisches Vorwissen erleichtern. Auf 464 Seiten geht es von Chatbots über Bild-, Video- und Tongenerierung bis zu KI-Agenten und dem Einsatz im Unternehmen. Auch Risiken wie Halluzinationen, Cyberkriminalität, Deepfakes und rechtliche Fragen werden behandelt. Das im August 2026 erschienene Softcover richtet sich an Berufstätige, Selbstständige und alle, die KI im Alltag sinnvoll nutzen wollen.

Cartoon aus Künstliche Intelligenz nutzen für Dummies 1. Auflage August 2026 464 Seiten, Softcover 978-3-527-72481-9.
Wiley-VCH Verlag GmbH

Nach der Wiesn kommt die Erholung

Nach langen Tagen auf dem Oktoberfest setzt Renpho auf Wellness und Recovery für müde Füße, beanspruchte Muskeln und wenig Schlaf. Zum Angebot zählen ein Shiatsu-Fußmassagegerät mit Wärme, der Active Thermacool 2 mit Massage sowie Wärme- und Kältetherapie und das Eyeris Masc für Augen- und Kopfmassage. Der Lynx Smart Ring erfasst unter anderem Herzfrequenz, Schlaf, Aktivität, Stresslevel und Blutsauerstoffsättigung, während die Artemis LED Maske verschiedene Lichtmodi für die Gesichtspflege bietet.

Jeder Sechste nutzt heimlich KI im Job

17 Prozent der Berufstätigen in Österreich setzen laut einer repräsentativen Umfrage von Tieto Austria und TQS Research & Consulting heimlich KI im Job ein. Nur 23 Prozent verwenden ausschließlich vom Arbeitgeber genehmigte KI-Assistenten, während 42 Prozent komplett auf KI verzichten. Als Gründe nennen 24 Prozent fehlende klare Richtlinien und 18 Prozent mangelndes Vertrauen in die Ergebnisse. Besonders verbreitet ist Schatten-KI bei 16- bis 29-Jährigen mit 24 Prozent und im Burgenland mit 27 Prozent.

Nutzung von KI-Assistenten im Arbeitsalltag.
Tieto

Donnerstag, 10. September 2026

Diese Beta-Apps können zur Falle werden

Cyberkriminelle missbrauchen laut Bitdefender das Google-Play-Early-Access-Programm, um betrügerische Apps ohne öffentliche Bewertungen oder Warnungen zu verbreiten. Die Sicherheitsforscher entdeckten mehrere Tausend verdächtige Anwendungen, die unter anderem Gewinne, Gutscheine, Kryptowährungen oder Casino-Auszahlungen versprechen und teils aggressiv Werbung ausspielen. Beworben werden sie auch über Social Media und mit KI-generierten Deepfakes. In einem Fall wurde eine angebliche "Grand Theft Auto V"-App mehr als eine Million Mal heruntergeladen, ohne eine einzige Bewertung.

Dem Anschein nach eine Grand-Theft-Auto-V-App, in Wirklichkeit ein Kanal für aggressive Anzeigen.
Bitdefender

Firmen verlieren Kontrolle über ihre IT

Eine Studie von EY Österreich und Risikomonitor zeigt die wachsende Gefahr durch Schatten-IT: Mehr als 1,3 Millionen Firmen-Mail-Adressen tauchten in Datenlecks externer Dienste auf. Bei fast neun von zehn häufig genutzten Anwendungen fanden sich keine Hinweise auf eine offizielle Einführung oder zentrale Verwaltung. Zusätzlich wurden 16,7 Millionen Subdomains und mehr als 806.000 aktuell ungenutzte Domains österreichischer Unternehmen identifiziert. Rund 70 Prozent der Schatten-IT-Treffer entfallen auf US-Anbieter.

Robert Poelzelbauer, Senior Manager bei EY Österreich.
EY/Christina Häusler

15 Minuten für die digitale Unterschrift

A-Trust bietet mit dem Short Term Cert ein qualifiziertes elektronisches Zertifikat an, das nach der Ausstellung 15 Minuten gültig ist. Es soll vor allem bei einmaligen oder seltenen digitalen Vertragsabschlüssen, Onboardings und Freigaben zum Einsatz kommen, ohne dass dauerhafte Zugangsdaten eingerichtet werden müssen. Die Identifizierung ist per Video-Ident, automatisiertem Auto-Ident oder für deutsche Staatsbürger mit neuem Personalausweis per NFC möglich. Damit sollen qualifizierte elektronische Signaturen nach eIDAS vollständig digital und mit geringem Verwaltungsaufwand möglich werden.

A-Trust-CEO Markus Vesely.
A-Trust

Freitag, 11. September 2026

Dieser Ring misst deinen Sommer

Der RingConn Gen 2 soll im Urlaub Einblicke in Schlaf, Stress und Aktivität geben und bietet zusätzlich Schlafapnoe-Überwachung sowie Gesundheitsfunktionen für Frauen. Mit einer Akkulaufzeit von 10 bis 12 Tagen ist der smarte Ring auch auf Reisen lange ohne Laden nutzbar. Das leichte und wasserdichte Modell kann beim Schlafen, Sport und am Strand getragen werden. Aktuell wird der Ring mit 40 Euro Rabatt für 299 statt 339 Euro angeboten.

Refurbed steigt ins Gitarren-Geschäft ein

Refurbed erweitert sein Sortiment um generalüberholte Musikinstrumente und startet zunächst mit E-Gitarren für Erwachsene. Laut Unternehmen ist die neue Kategorie bereits der erfolgreichste Kategorien-Launch der fast zehnjährigen Firmengeschichte und wächst doppelt so schnell wie andere Bereiche. Die Instrumente werden gereinigt, technisch geprüft, neu eingestellt und bei Bedarf mit Verschleißteilen versehen. Käufer erhalten 30 Tage Rückgaberecht, mindestens zwölf Monate Garantie und kostenlosen Versand.

Refurbed erweitert sein Sortiment als erster Refurbished-Marktplatz um generalüberholte Musikinstrumente.
Refurbed / Pat's Guitars

Ledger fordert mehr Sicherheit in der Krypto-Branche

Nach dem Coldcard-Sicherheitsvorfall ruft Ledger-CEO Pascal Gauthier die Kryptoindustrie zu höheren Sicherheitsstandards auf. Im Fokus stehen "Security by Design", der verantwortungsvolle Umgang mit Sicherheitslücken und eine stärkere gemeinsame Verantwortung der Branche. Ledger betont dabei die Bedeutung eines konsequenten Sicherheitsansatzes angesichts der Milliardenverluste durch Hacks, Betrug und Missmanagement im Kryptobereich.

Samstag, 12. September 2026

A1 bringt neue Kids Watch zum Schulstart

A1 bringt eine neue Smartwatch für Volksschulkinder auf den Markt. Die Uhr kostet 29 Euro und bietet GPS-Ortung, Sprach- und Video-Anrufe sowie eine 5-MP-Kamera, verzichtet aber auf Social Media und ungeeignete Apps. Der Tarif kostet mit A1 Family 4,90 Euro, sonst 7,90 Euro monatlich und umfasst unlimitierte Minuten und SMS sowie 500 MB Datenvolumen in Österreich und der EU. Die IP67-zertifizierte Uhr unterstützt eSIM und soll bis zu 100 Stunden Nutzung oder neun Tage Standby ermöglichen.

A1 bringt neue Kids Watch zum Schulstart: mehr Sicherheit für Kinder, mehr Freiheit für Familien.
A1

Gericht kippt Telekom-Bescheid

Das Bundesverwaltungsgericht hat einen Bescheid der Telekom-Control-Kommission zum Festnetz- und Vorleistungsmarkt aufgehoben. Die ISPA sieht darin zentrale Kritikpunkte an der bisherigen Einschätzung der Wettbewerbssituation bestätigt. Für das laufende Verfahren M 1/25 fordert der Verband eine aktuelle und transparente Analyse der Marktverhältnisse sowie verlässliche Zugangsbedingungen für kleinere und regionale Anbieter. Besonders mit Blick auf den Umstieg von Kupfer auf Glasfaser sei ein fairer Wettbewerb entscheidend.

Commvault baut Azure-Schutz aus

Commvault erweitert Cloud Rewind um weitere Azure-Ressourcen und will damit die Wiederherstellung von Cloud-Anwendungen nach Ausfällen oder Cyberangriffen beschleunigen. Die Azure-Abdeckung wird laut Unternehmen verdreifacht und umfasst künftig 62 Prozent der relevanten Azure-Ressourcentypen. Cloud Rewind erkennt Ressourcen und Abhängigkeiten automatisch und kann Wiederherstellungen über eine zentrale Plattform orchestrieren. Die erweiterten Funktionen sollen in den kommenden Monaten verfügbar sein.

Sonntag, 13. September 2026

Diese Pocket-Kamera kann fliegen

Hoverair bringt mit der Versa eine kompakte Kamera auf den Markt, die sich per Flügelmodul von einer Handkamera in eine selbstfliegende Kamera verwandeln lässt. Ein Gimbal soll dabei Aufnahmen am Boden und aus der Luft ermöglichen. Die Versa kann seit 18. August 2026 weltweit über Indiegogo vorbestellt werden, der Early-Bird-Preis startet bei 449 US-Dollar. Erste Live-Eindrücke gab es bei einem Hoverair-Presseevent zur IFA am 3. September in Berlin.

LG baut Roboter-Offensive aus

LG Electronics baut gemeinsam mit Nvidia seine Robotik-Sparte aus und errichtet in Seoul eine neue Data Factory für das Training von Robotern und Physical AI. Bis Ende 2026 sollen dort mehrere hundert Roboter eingesetzt und insgesamt rund 100.000 Trainingsstunden an realen und synthetischen Daten erzeugt werden. Dafür verbindet LG jahrzehntelange Daten aus Fertigung und Logistik mit Nvidias Robotik-Technologien. Gleichzeitig will LG sein Geschäft von Industrie- und Servicerobotern in Richtung Home Robotics erweitern.

Jahrzehntelanges Fertigungs-Know-how von LG Electronics trifft auf Nvidias Robotik-Stack im neuen Data Factory-Standort von LG in Seoul.
LG Electronics

Blinde Flecken bei Absicherung von KI-Rechenzentren

TrendAI, der Enterprise-Cybersecurity-Geschäftsbereich von Trend Micro, veröffentlicht den Report "An Invisible Attack Surface: Thousands of Industrial Control Systems Exposed Near Data Centers". Die Untersuchung zeigt: Während die Server von KI-Rechenzentren mit leistungsstarken Firewalls und Zero-Trust-Architekturen gesichert werden, bleibt eine andere Angriffsfläche oft unbeachtet – die physische Gebäudetechnik, die Kühlung, Stromversorgung und Klimaregelung steuert. Forscher von TrendAI fanden 6.300 solcher Systeme, die frei im Internet erreichbar sind.

Infrastruktur und Gebäudeautomations-Architektur (GA) eines Rechenzentrums.
TrendAI

Spannende Spielereien, tolle Technik, fürchterliche Flops im Digital-Telegramm. Jeden Tag der Woche liefert "Heute" drei aktuelle Kurzmeldungen.

red,15.09.2026, 16:38