Die SPÖ stellt am Donnerstag die Weichen für die nächsten Monate. Offiziell bestellt werden die Übergangs-Chefs Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher. Kein Thema dürfte am Donnerstag Medienmanager Gerhard Zeiler sein – dieser ließ am Mittwoch in einem neuen Video aufhorchen.
Er kündigte an, dass man von ihm in nächster Zeit "viel hören" wird. Ob er an einer Kandidatur festhält, lässt er offen. Aber er wolle weiter mitreden, um zu verhindern, dass die SPÖ und Österreich "gegen die Wand fahren" Nach dem Babler-Beben am Sonntag gibt es am Donnerstag das nächste Kapitel in der SPÖ-Saga. "Heute" kennt die Hintergründe.
Um 14 Uhr trifft sich das SPÖ-Präsidium im roten Parlamentsklub. Neben Noch-Parteichef und Vizekanzler Andreas Babler gehört dem unter anderem Doris Bures an. Sie reist für die Sitzung extra früher von einer Parlamentsreise aus Tansania zurück.
Die Frauenvorsitzende Holzleitner und Klubchef Kucher werden Babler bis zum Jahresende an die Seite gestellt. Für ihre Inthronisierung als "geschäftsführende" Vorsitzende ist der Vorstand zuständig. Er tagt ab 16 Uhr.
In der Sitzung soll dem Vernehmen nach ganz klar festgelegt werden, dass die beiden für die Parteithemen zuständig sind. Babler soll sich bis zu seinem angekündigten Rückzug hauptsächlich um den Vizekanzler-Job kümmern.
Im Gegensatz zum Sonntag – gereicht wurden im Steigenberger-Hotel vegane Jakobsmuscheln – wird es diesmal nicht fleischlos. Es gibt Brötchen mit Schinken und Kren sowie Wasser und Kaffee. Ihr Kommen zugesagt haben unter anderem Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und der Steirer Max Lercher.
Nicht dabei ist Burgenland-Chef Hans Peter Doskozil. Er kehrt erst in die Gremien zurück, wenn Babler weg ist. Mit Roland Fürst, Astrid Eisenkopf und Daniela Winkler wird das Burgenland aber vollzählig anwesend sein.
Finanzminister Markus Marterbauer ist entschuldigt. Er soll ja Babler zum Jahreswechsel beerben, ist aber am Donnerstag durch den Euro-Finanzministerrat in Luxemburg verhindert.
Laut Statut muss nach der Bestellung der geschäftsführenden Chefs innerhalb von vier Monaten ein Parteitag stattfinden – also Anfang Februar. Einen exakten Termin gibt es allerdings noch nicht.
Gerhard Zeiler kündigte in einem neuen Insta-Video an, dass man von ihm in nächster Zeit "viel hören" wird. Ob er an einer Kandidatur festhält, lässt er offen. Aber er wolle weiter mitreden, um zu verhindern, dass die SPÖ und Österreich "gegen die Wand fahren"