Tierischer Beamter

Spürhund "Finn" hat wohl eine der sinnvollsten Aufgaben

Ein speziell ausgebildeter Spürhund hilft der Polizei, Wildtierkriminalität in Österreich aufzudecken und bedrohte Arten zu schützen.
20.10.2026, 13:05
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310 Fälle von Wildtierkriminalität haben der WWF und BirdLife zwischen 2017 und 2025 in Österreich dokumentiert. Dabei geht es etwa um Abschüsse, das Fangen in Fallen und die Vergiftung bedrohter Arten. In Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark kann die Polizei bei ihren Ermittlungen auf einen ganz besonderen Helfer zählen: "Finn".

Dieser Hund sucht nach Tierkadavern und Giftködern und rettet so indirekt anderen Tieren das Leben.

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„Seine Funde können entscheidende Hinweise für die polizeilichen Ermittlungen liefern und anderen Wildtieren das Leben retten“
Christina Wolf-Petre WWF-Artenschutzexpertin

Werden Giftköder oder präparierte Kadaver gefunden, können sie dank Finn schnell entfernt werden, bevor andere Wildtiere das Gift fressen.

"Finn" ist ein fünf Jahre alter Mischling aus Holländischem Schäferhund und Malinois. Er steht auf Abruf bereit, um mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Wolf-Petre betont: "Besonders in unübersichtlichen, weitläufigen oder bewaldeten Gebieten, in denen tote Wildtiere für menschliche Suchtrupps nur schwer zu finden sind, kann die feine Nase einen wesentlichen Unterschied machen."

Finn ist ein sogenannter "X-Herder".
WWF-Oesterreich

Erfahrung bringt der Vierbeiner bereits mit: In der Steiermark half er beim Luchs-Monitoring. Finn ist mittlerweile schon der zweite WWF-Spürhund in Österreich. Vor ihm war Hündin "Lea" in Tirol im Einsatz. Das Ziel vom WWF ist klar: Es soll langfristig ein österreichweites Netzwerk aus geschulten Mensch-Tier-Teams entstehen, um Wildtierkriminalität besser bekämpfen zu können.

red, 20.10.2026, 13:05