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Frauen oder Männer? Studie zeigt, wer besser sparen kann

Sie verdienen immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen, doch Frauen besitzen zumindest andere Stärken, wenn es ums Geld geht.
Bih Fon
08.10.2022, 12:03
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In Europa werden immer mehr Verbesserungen umgesetzt, um geschlechtsspezifische Lohnunterschiede zu verringern. Doch Tatsache ist, dass Frauen im Gender Pay Gapweiterhin schlechter abschneiden als Männer. Es wird zu vielen Veränderungen in strukturellen Bereichen kommen müssen, bis diese Lücke geschlossen werden kann.

Bis dahin kann das weibliche Geschlecht weiterhin auf eine Stärke stolz sein, die vielleicht sogar daraus resultiert: Frauen sind das "sparsamere Geschlecht". Zu dieser Erkenntnis sind Experten der Online-Bank N26 in einer Studie gekommen. Wie Frauen trotz geringerem Einkommen in den meisten Fällen mehr am Konto liegen haben, ermittelte man anhand der Spargewohnheiten beider Geschlechtsgruppen.

Diese Spartipps bringen dir mehr Geld aufs Konto

Schuhe, Kleidung und Taschen? Frauen geben ihr hart erarbeitetes Geld nicht immer für Firlefanz aus. Doch laut Prof. Dr. Mira Fauth-Bühler, Professorin für Wirtschaftspsychologie und Neuroökonomie, scheint eine nette Belohnunggenau das zu sein, was Menschen dazu motiviert mehr zu sparen. Prof. Dr. Fauth-Bühler suggeriert, dass eine nette materielle Anerkennung notwendig sei, doch gegenüber N26 deutet die Finanz-Expertin auch auf einen ganz wichtigen Aspekt an: "Die Frage ist, ob wir auf einen […] Anreiz warten möchten, der unsere Geduld auch wirklich belohnt."

Den Ergebnissen nach sparten Frauen um 22 Prozent mehr als ihr Gegengeschlecht. Diese konnten im Durchschnitt nur 16 Prozent von ihrem monatlichen Einkommenauf die Seite legen. Laut der Professorin könnten neurologische Unterschiede beider Geschlechter die geteilten Spargewohnheiten erklären. Die Untersuchungen zeigten, dass das Kontrollsystem im Gehirn der Frau größer war als im männlichen Gehirn. Nach Prof. Dr. Fauth-Bühlers Erklärungen neigen Frauen dazu ihr impulsives Verhalten zu unterdrücken. Somit gehen sie weniger Risiken ein und verfallen nicht so leicht in spekulative Investments oder Kontoüberziehungen.

Die Pandemiejahre haben das Kaufverhalten von allen Menschen zu einem bestimmten Grad verändert. Ganz egal zu welchem Geschlecht man sich zugehörig fühlt. Durch den Einfluss von Lockdowns und weiteren Corona-bedingten Veränderungen hat sich das Wertesystem vieler Personen in Bezug auf Sparen und ihren Ausgaben um einiges umgestellt. Wenn du der Meinung bist, dass sich etwas an deinem Kauf- und Sparverhalten ändern muss, dann solltest du deine finanziellen Entscheidungen nach den folgenden Tipps anpassen.

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