Unsere Tierheime und Tierschutzorganisationen stoßen vor allem im Frühjahr meist an ihre Kapazitätsgrenzen! Warum? Weil zu diesem Zeitpunkt leider sehr viele ungewollte Katzenkinder das Licht der Welt erblicken. Auch PETA appelliert an alle Katzenhalter, das bestehende Kastrationsgesetz dringend zu befolgen und vor allem die letzten Herbstkätzchen in den nächsten Tagen und Wochen kastrieren zu lassen, da sie jetzt in die Geschlechtsreife kommen.
Natürlich sind Katzenkinder zum Verlieben, doch auch in Österreich gibt es genügend heimatlose Stubentiger, die in Tierheimen und Auffangstationen auf ein schönes Zuhause warten oder sogar als Streuner ums Überleben kämpfen. Bevor hier also nicht alle ein schönes Plätzchen bekommen, sollte man nicht unbewusst für Nachwuchs sorgen und Verantwortung für sein Tier übernehmen. Jetzt ist nämlich der Zeitpunkt gekommen, sein im Herbst angeschafftes Katzenbaby kastrieren zu lassen - vor allem, wenn es sich um einen Freigänger handelt.
„Junge Katzen und Kater mit Freigang sollten spätestens mit dem Erreichen der Geschlechtsreife kastriert werden. Bestmöglich bleiben sie bis zur Kastration in der Innenhaltung. Nur so kann verhindert werden, dass die Katzen bereits schwanger sind und die Kater schon Nachwuchs gezeugt haben“Jana HogerFachreferentin für tierische Mitbewohner, PETA Deutschland
Wer also nicht den Wunsch hat, dass seine Katze trächtig nach Hause kommt oder als Kater plötzlich zu markieren beginnt, sollte beim Tierarzt seines Vertrauens bis Mitte März einen Termin für die tierschützende Kastration vereinbaren. Je nach körperlicher Konstitution ist eine Kastration bereits ab dem vierten Lebensmonat möglich.
Vergiss auch bitte die alte Mär, dass eine unkastrierte Katze keine Mäuse mehr fängt, oder der "Jagdtrieb" gehemmt würde. Es gibt keine einzige Studie zu dieser These und auch kastrierte Katzen fangen und spielen mit Mäusen, Vögeln und Grashüpfern - mehr als einem meistens lieb ist. Kastrationen schützen nicht nur vor Überpopulation, sondern erhöhen - wissenschaftlich bewiesen - auch die Lebenserwartung deines Stubentigers, und das sollte Argument genug sein, oder?