Der US-israelische Angriff auf den Iran war der Beginn eines neuen bewaffneten Konflikts im Nahen Osten, der bis heute andauert. Eine Lösung ist nicht in Sicht, das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump ist nicht überall unumstritten.
In einem Interview mit der "Presse" begrüßte FPÖ-Europaabgeordneter Harald Vilimsky das Eingreifen der USA und Israels. "Die iranische Regierung hat 35.000 ihrer eigenen Bürger getötet – angesichts dieses Blutbads ist das mehr als nachvollziehbar. Und man darf nicht vergessen, dass dieses Regime auch als Drehscheibe für den internationalen Terrorismus fungiert hat", sagte Vilimsky.
Nun liege es an den internationalen Playern, eine Lösung in diesem Konflikt zu finden. "Hauptsache, die Situation ist besser, als sie es vorher war", so der FPÖ-Mann. Es sei besser, "ein verbrecherisches Regime maximal zu redimensionieren, als dieses Regime einfach gewähren zu lassen".
Auf die Frage, wie er die Performance von Donald Trump beurteilt, antwortete Vilimsky, dass er sich ein "schnelleres, besseres und effektiveres" Vorgehen gegen den Iran gewünscht hätte. Es sei allerdings von Anfang an klar gewesen, dass eine Operation gegen den Iran herausfordernder sein werde als die Blitzintervention in Venezuela.
"Trump ist ein Enfant Terrible der Politik. Er hat nun einmal die Mentalität eines Cowboys, mit der er erstaunlich oft politische Erfolge erzielt", erklärte der FPÖ-Mann. Er wolle dem US-Präsidenten "keinen Blankoscheck" ausstellen, "aber ich begrüße seinen Versuch, einen Regimewechsel im Iran einzuleiten, damit das Töten dort endlich ein Ende nimmt", sagte Vilimsky.
Die Rolle der EU im Konflikt sah der Freiheitliche als marginal an: "Die EU ist als Player nicht relevant. Ich habe in die jetzige EU-Führung kein Vertrauen. Sie ist nicht in der Lage, irgendetwas zu regeln."
Scharfe Kritik an Vilimskys Aussagen gab es von der SPÖ. "Wenn die FPÖ Kriegs- und Teuerungstreiber Trump für dessen 'Mentalität eines Cowboys' anhimmelt, ist Feuer am Dach. Trump pfeift auf das Völkerrecht, agiert völlig planlos und heizt mit seinem Krieg weltweit die Inflation stark an", sagte Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim. Laut dem SP-Mann stehe die FPÖ "immer auf der falschen Seite".
Seltenheim: "Vilimskys Äußerungen belegen einmal mehr, dass die FPÖ unser Land isolieren und Europa spalten will."