Der Herbst ist da – und mit ihm steigen die Krankenstandszahlen deutlich. In der Kalenderwoche 39 wurden österreichweit 241.882 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen bei ÖGK-Versicherten registriert. Eine Woche zuvor waren es noch 216.880.
Das entspricht einem Anstieg um 25.002 Meldungen oder rund 11,5 Prozent innerhalb nur einer Woche. "Bei den Krankenstandszahlen ist österreichweit tatsächlich ein steigender Trend zu beobachten", bestätigt die Österreichische Gesundheitskasse gegenüber "Heute".
Die Erklärung der ÖGK fällt wenig überraschend aus: "Zurückzuführen ist das auf die typischen herbstlichen Erkältungen und Schnupfen." Haupttreiber sind die klassischen herbstlichen Atemwegsinfekte. 48.250 grippale Infekte wurden in der vergangenen Woche als Grund für eine Arbeitsunfähigkeit erfasst. In der Vorwoche waren es 30.970 – ein Plus von rund 56 Prozent.
Bei der echten Influenza geht es ebenfalls nach oben: Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg von 425 auf 604. Damit wurden innerhalb einer Woche rund 42 Prozent mehr Influenza-Fälle registriert.
Das bestätigt auch Virologin Monika Redlberger-Fritz von der MedUni Wien, die allerdings klarstellt: "Es handelt sich um eine normal durchschnittliche Saison zum Schulstart, wenn nach den Ferien die Virenlast in den ersten Wochen zunimmt." Derzeit geben vor allem Rhinoviren den Ton an, daneben zirkuliert auch SARS-CoV-2, so Redlberger-Fritz.
Die ÖGK-Daten weisen für die Kalenderwoche 39 250 Covid-bedingte Arbeitsunfähigkeitsmeldungen aus, nach 191 in der Vorwoche.
Trotz des kräftigen Anstiegs binnen einer Woche liegen die aktuellen Gesamtzahlen unter dem Niveau des Vorjahres. In der Kalenderwoche 39 des Jahres 2025 wurden österreichweit 267.212 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen verzeichnet – heuer sind es 241.882.
Auch bei den grippalen Infekten zeigt sich dieser Unterschied: 2025 wurden in derselben Kalenderwoche 65.913 Fälle registriert, heuer sind es 48.250.