Verdächtiger redet sich raus

Übergriff auf 16-Jährige – jetzt kommt alles ans Licht

Mit fragwürdigen Ausreden sorgt ein 21-jähriger Syrer nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung an einer 16-Jährigen für Aufsehen. "Heute" kennt Details.
Christian Tomsits
16.07.2026, 10:55
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Behörden wurden getäuscht, Eltern angelogen und nun wird sogar der Bruder als Alibi missbraucht. Wie berichtet, wird nach einem mutmaßlichen Übergriff auf eine Nachtschwärmerin (16) in der Lobau aktuell gegen den 21-jährigen Syrer ermittelt.

Der verurteilte Vergewaltiger, der als Familiennachzug 2018 nach Österreich gekommen war, hätte drei Tage vor der mutmaßlichen Tat seinen Haftantritt haben sollen. Stattdessen ging er nicht hin und sprach nur Tage später in der Nacht auf Montag, den 6. Juli bei den Nachtbusstationen am Schwedenplatz eine Schülerin (16) an. Statt sie wie versprochen nach Hause zu fahren, soll er in einer dunklen Haltebucht beim Ölhafen Lobau über sie hergefallen sein.

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So redet sich der Verdächtige raus

Mit den massiven Missbrauchsvorwürfen konfrontiert, weist der 21-Jährige – der sich beim Mädchen angeblich als "Albaner" ausgegeben haben soll – jede Schuld von sich: Er spricht von einvernehmlichem Sex. In seiner zehnstündigen Einvernahme bei der Kripo erklärte der Verdächtige zudem, er habe nachts um halb drei nur am Schwedenplatz gehalten, um seinen Bruder anzurufen, da er ihn noch treffen wollte.

Doch der Bruder will davon laut "Heute"-Infos nichts mitbekommen haben, auch der Anruf findet sich seltsamerweise in keinem Protokoll wieder. Nicht die einzige fragwürdige Verantwortung des Verdächtigen: Selbst die Eltern des 21-Jährigen wussten nicht, weswegen er für acht Monate hinter Gittern musste, dachten es sei wegen Verwaltungsstrafen.

Seinen Job als Kellner hat der Syrer zwar gekündigt, dennoch trat er seine Strafhaft – er hatte den Behörden noch rund eine Woche bei einem persönlichen Termin zugesichert, freiwillig zu erscheinen – am Freitag, den 3. Juli einfach nicht an. In seiner Einvernahme erklärte er sein Fernbleiben vom Haftantritt mit einer abenteuerlichen Geschichte. Er will von der Justizanstalt wieder weggeschickt worden sein. Die Justizanstalt bestreitet diese Darstellung vehement.

Unterdessen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. DNA-Spuren an der Kleidung des Opfers und des Verdächtigen werden derzeit ausgewertet. Zudem wird der graue Dreier-BMW, den der Verdächtige vom Bruder ausgeliehen hatte, kriminaltechnisch genau unter die Lupe genommen. Der 21-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft, beantragte Verfahrenshilfe.

Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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