Das droht Passagieren in Wien

Übernahme wohl fix: Wie geht es mit EasyJet weiter?

Der Billigflieger schreibt tiefrote Zahlen und wird übernommen. Experten erwarten nun einen harten Sparkurs – wie es mit EasyJet weitergehen könnte.
Newsdesk Heute
07.07.2026, 10:21
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Der britische Billigflieger EasyJet steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach einem hohen Verlust und mehreren Gewinnwarnungen soll die Fluggesellschaft vom Investmentunternehmen Castlelake übernommen werden.

Branchenexperten erwarten, dass die neuen Eigentümer den Sparkurs verschärfen – und das könnte auch die Passagiere zu spüren bekommen.

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Millionenverlust trotz steigender Passagierzahlen

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 schrieb EasyJet einen Vorsteuerverlust von rund 645 Millionen Euro. Damit fiel das Minus sogar noch höher aus als im Vorjahr.

Verantwortlich dafür sind vor allem gestiegene Treibstoffkosten sowie hohe Investitionen in neue Airbus A320-Flugzeuge. Gleichzeitig konnte die Airline ihre Passagierzahlen zwar um rund 50 Prozent steigern, doch das reichte nicht aus, um die hohen Ausgaben auszugleichen.

Bereits im vergangenen Jahr musste EasyJet gleich zweimal eine Gewinnwarnung veröffentlichen.

Investmentfirma übernimmt Billigflieger

Nach mehreren gescheiterten Anläufen hat das Investmentunternehmen Castlelake nun die Übernahme von EasyJet durchgesetzt. Laut Branchenbeobachtern konnte sich die börsennotierte Airline dem Angebot letztlich nicht mehr entziehen.

Mit einem Kaufpreis von 8 Pfund je Aktie wird EasyJet insgesamt mit rund 6,1 Milliarden Euro bewertet. Zum Vergleich: Konkurrent Ryanair bringt derzeit fast 30 Milliarden Euro auf die Börsenwaage.

Kommen jetzt mehr Verkäufe an Bord?

Wie Castlelake EasyJet künftig umbauen will, ist noch offen. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die neuen Eigentümer verstärkt nach zusätzlichen Einnahmequellen suchen werden.

Als Vorbild gilt dabei Ryanair. Dort gehören Rubbellose, Parfüm- und Kosmetikverkäufe, Werbung auf Kopfstützen und Gepäckfächern sowie zahlreiche Zusatzangebote längst zum Geschäftsmodell.

Auch EasyJet könnte künftig stärker auf Bordverkäufe und weitere kostenpflichtige Extras setzen, um die Gewinne zu steigern.

Günstigere Flughäfen als Vorbild?

Ein weiterer Unterschied zu Ryanair liegt laut Experten bei den angeflogenen Airports. Während Ryanair häufig kleinere und günstigere Flughäfen nutzt, fliegt EasyJet viele teure Drehkreuze wie London Gatwick, Paris Charles de Gaulle oder Wien-Schwechat an.

Diese höheren Gebühren schlagen sich letztlich auch in den Kosten der Airline nieder.

Verkauf der Flugzeuge möglich

Analysten halten außerdem für denkbar, dass Castlelake einen Teil der Flugzeugflotte verkauft und anschließend zurückleast. Da das Unternehmen selbst im Flugzeugleasing tätig ist, könnte dieses Modell zusätzliche Liquidität bringen.

Wie stark sich die Übernahme letztlich auf Ticketpreise, Service und Zusatzangebote auswirkt, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen. Für Reisende könnte Fliegen mit EasyJet jedenfalls bald noch stärker von kostenpflichtigen Extras geprägt sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.07.2026, 10:21
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