Baška auf der kroatischen Insel Krk bekommt eine neue Küste – und dafür wird tief in die Infrastruktur eingegriffen. Mehr als acht Millionen Euro werden in die Neugestaltung des beliebten Küstenbereichs investiert.
Der offizielle Startschuss für das bislang größte Infrastrukturprojekt der Gemeinde fiel am 1. Oktober. Der Auftrag für die sogenannte "Etapa 2A" beläuft sich auf 8.018.780,29 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem mit EU-Mitteln aus dem Integrierten Territorialprogramm 2021 bis 2027. Den Zuschlag für die Bauarbeiten erhielt das Krker Unternehmen GP KRK d.d.
Betroffen ist der Abschnitt vom Kreuzungsbereich der Ulica Emila Geistlicha und der Ulica Palada bis zum Wellenbrecher Mala riva. Dort sollen neue Aufenthaltsbereiche entstehen. Vorgesehen sind unter anderem urbane Elemente aus Holz, Stahl und Stein sowie zusätzliche Grünflächen. Bäume, Sträucher und Stauden sollen das Küstenbild künftig prägen. Eine automatische Bewässerungsanlage soll die neue Bepflanzung versorgen.
Für Einheimische und Urlauber bedeutet das allerdings auch: Während der Bauphase wird die Küste nicht wie gewohnt nutzbar sein.
Die Gemeinde kündigt an, die Auswirkungen auf Anwohner, Eigentümer und Besucher möglichst gering halten zu wollen. Ganz ohne Einschränkungen wird es aber nicht gehen. Zeitweise werden bestimmte Küstenabschnitte gesperrt, auch Zugänge können vorübergehend beeinträchtigt sein. Die gewohnte Nutzung einzelner Bereiche wird damit eingeschränkt.
Gerade für Besucher, die Baška während der Bauphase für ihren Urlaub wählen, kann das spürbar werden. Welche Bereiche jeweils betroffen sind, soll sich im Verlauf der Arbeiten ergeben.
Für die eigentlichen Bauarbeiten sind 15 Monate ab der Übergabe der Baustelle vorgesehen. Doch damit ist das Projekt noch nicht vollständig abgeschlossen. Die gesamte Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Darin enthalten sind auch technische Abnahme, Abrechnung und Übergabe. Die eigentlichen Baumaßnahmen sollen laut Projektplanung bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.
Bis allerdings sämtliche Elemente der Neugestaltung – einschließlich der neuen Bepflanzung – vollständig erneuert und entwickelt sind, kann es laut Gemeinde bis zu zwei Jahre dauern.