Eine verbale Attacke aus den USA sorgt derzeit für Schlagzeilen rund um Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Grund ist eine alte Aussage des österreichischen Staatsoberhaupts aus dem Jahr 2017, das international wieder viral geht – und nun scharfe Reaktionen aus Washington und Florida provoziert.
Ausgelöst wurde die Kontroverse durch ein Video der Kopftuch-Aussage von Van der Bellen von Mai 2017, das in den vergangenen Tagen mit englischen Untertiteln auf der Plattform X große Verbreitung gefunden hat. Dieses hatte der damalige Kopf der als rechtsextrem eingestuften "Identitären Bewegung", Martin Sellner, erneut geteilt – ohne auf das Alter der Aufnahme hinzuweisen.
Bei der ursprünglichen Aussage ging es um eine Debatte über ein mögliches Kopftuchverbot in Österreich. Van der Bellen hatte damals gesagt, dass es wegen wachsender Islamophobie irgendwann dazu kommen könnte, "alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen (…) als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun".
Dafür hatte er nach innenpolitischer Kritik rasch um Entschuldigung gebeten und den Satz als "Fehler" bezeichnet. Er betonte gleichzeitig, dass er kein "großer Freund des Kopftuchs" sei.
Nun gibt es wieder Zoff, dieses Mal mit dem Trump-Lager. Schon bevor der Kongressabgeordnete Andy Ogles verbal ausholte, hatte der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, Van der Bellen öffentlich kritisiert. DeSantis bezeichnete die Aussage des Bundespräsidenten als Beispiel für "Verantwortungslosigkeit führender Politiker" – und postete auf X ein Video mit dem historischen Zitat.
Besonders scharf fiel der Ton dann vom US-Abgeordneten Andy Ogles aus: In einem Post attackierte er Van der Bellen in drastischen Worten und schrieb, er solle sich den "Hijab in deinen liberalen, sozialistischen Hintern schieben". Ogles fügte hinzu, Amerika werde "niemals vor dem Islam auf die Knie fallen" und sprach von einem "Kampf von Gut gegen Böse".