Schon wieder Ärger in Deutsch-Wagram (Bezirk Gänserndorf)! Der Spielplatz Koksler wurde erneut zum Schauplatz einer massiven Sachbeschädigung. Unbekannte Vandalen beschädigten ein öffentliches Öko-Klo schwer. Doch damit nicht genug: Offenbar wurde auch versucht, Teile der angrenzenden Spielanlage in Brand zu setzen.
Die Vorfälle wurden vorige Woche von der SPÖ Deutsch-Wagram öffentlich gemacht. Bereits in den vergangenen Wochen war es auf dem Spielplatz zu Sachbeschädigungen gekommen. Nun scheint die Situation weiter zu eskalieren.
Besonders bitter: Die Rechnung für die mutwillige Zerstörung bleibt letztlich an der Allgemeinheit hängen. Reinigung, Reparaturen und die Wiederherstellung beschädigter Einrichtungen kosten Geld, das die Gemeinde an anderer Stelle dringend brauchen könnte. "Die Schadenshöhe können wir aktuell noch gar nicht einschätzen. Aber es geht hier um hohe Kosten und wir müssen uns wirksame Gegenmaßnahmen gegen den Vandalismus überlegen. Nur Kameras anbringen wird auch keinen hundertprozentigen Erfolg bringen", fürchtet der örtliche Vizebürgermeister Harald Nikitscher (SPÖ) im "Heute"-Gespräch.
Leidtragende sind vor allem Kinder und Familien, die den beliebten Spielplatz nutzen. Neben den Schäden an den Einrichtungen sorgt vor allem der mutmaßliche Brandversuch für Beunruhigung. SPÖ-Gemeinderat Andreas Koller zeigt sich alarmiert: "Der Spielplatz Koksler ist ein Ort für Kinder, Familien und Begegnung. Wenn dort mutwillig Einrichtungen zerstört und sogar Brandlegungen versucht werden, dann ist das eine Entwicklung, die uns alle alarmieren muss."
Auch Vizebürgermeister Harald Nikitscher (SPÖ) will die wiederholten Vandalenakte nicht länger hinnehmen. Er hat das Thema bereits mit Bürgermeister Markus Mentl-Weigl (ÖVP) angesprochen und drängt auf konkrete Maßnahmen. "Der neuerliche Vorfall zeigt, dass wir rasch handeln müssen", betont Nikitscher. Neben verstärkten Sicherheitsmaßnahmen fordert er auch mehr Präventionsarbeit und eine bessere Jugendbetreuung.
Die SPÖ will das Thema nun in den zuständigen Gemeindeausschüssen behandeln lassen. Dabei sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an bekannten Problemstellen ebenso geprüft werden wie eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei.
Wer hinter den Zerstörungen steckt, ist aktuell unbekannt. Die örtliche SPÖ appelliert deshalb an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizeiinspektion Deutsch-Wagram zu melden.
Für Vizebürgermeister Nikitscher steht fest: "Wegschauen ist jedenfalls keine Option." Ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen die Vandalen künftig stoppen können, bleibt abzuwarten.