Im Sanierungsverfahren der QimiQ Handels GmbH mit Sitz in Hof bei Salzburg gibt es einen neuen Hoffnungsschimmer: Die für 2. Juli 2026 anberaumte Schlussrechnungs- und Sanierungsplantagsatzung wurde auf den 6. August 2026, 11:00 Uhr, am Landesgericht Salzburg verschoben. Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) mitteilt, geschah dies auf Ersuchen des Schuldnervertreters, weil die Verhandlungen mit einem in Aussicht stehenden Investor noch nicht final abgeschlossen sind.
Über das Vermögen des bekannten QimiQ-Herstellers war bereits am 7. April 2026 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden, und zwar über Eigenantrag am Landesgericht Salzburg. Am 2. Juli 2026 fand nun die Prüfungstagsatzung statt.
Laut KSV1870 haben bisher 195 Gläubiger Forderungen von insgesamt rund 6,3 Millionen Euro angemeldet. Davon wurden rund 4,2 Millionen Euro anerkannt, rund 2,1 Millionen Euro gelten vorerst als bestritten.
Die QimiQ Handels GmbH hat den Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Plans. Über die Annahme des Plans wird nun bei der verschobenen Tagsatzung am 6. August entschieden – mit dem möglichen Investor als zusätzlichem Faktor im Hintergrund.
Als Ursache für die Zahlungsunfähigkeit nannte das Unternehmen laut KSV1870 deutliche Milchpreissteigerungen zwischen Juli und Dezember 2025, die zu rund 15 Prozent höheren Produktionskosten führten. Diese Mehrkosten konnten laut Unternehmensangaben nur zeitverzögert an den Handel weitergegeben werden. Zusätzlich belasteten verspätete Zahlungseingänge internationaler Großkunden die Liquidität.