Die Wiener Innenstadt kommt nicht zur Ruhe! Erst in der Nacht auf Sonntag fielen bei einer Schlägerei am Schwedenplatz mehrere Schüsse – vermutlich aus einer Schreckschusswaffe. Vier Unbekannte hatten einen 22-Jährigen brutal attackiert und waren anschließend geflüchtet.
Nur einen Tag später spielten sich wenige Meter entfernt, auf der Rotenturmstraße, erneut erschreckende Szenen ab. Diesmal soll ein Jugendlicher seinem Opfer sogar eine Waffe direkt an den Kopf gehalten haben.
Auslöser der brutalen Attacke war laut Polizei eine Begegnung mit einem jüngeren Burschen. Ein 25-Jähriger war gemeinsam mit seinem 21-jährigen Freund in der Innenstadt unterwegs, als er beobachtete, wie eine Gruppe von Männern einem Buben offenbar gegen dessen Willen etwas verkaufen wollte.
Der 25-Jährige mischte sich ein und sprach das Kind an. Daraufhin sollen die Männer aggressiv geworden sein, zogen zunächst aber weiter. Als sich die Beteiligten später erneut auf der Rotenturmstraße begegneten, eskalierte die Situation völlig. Fünf Männer sollen auf den 25-Jährigen losgegangen sein und mit Fäusten auf ihn eingeschlagen haben.
Mitten in der Attacke soll ein erst 17-jähriger Staatenloser eine Luftdruckpistole gezogen, sie dem 25-Jährigen an den Kopf gehalten und mehrmals abgedrückt haben. Der Mann konnte sich laut Polizei rechtzeitig wegducken und blieb durch die Schüsse unverletzt. Durch die Faustschläge erlitt er allerdings Verletzungen.
Auch sein 21-jähriger Begleiter wurde attackiert. Einer der Angreifer soll ihn derart gestoßen haben, dass er eine Knöchelverletzung erlitt und ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Polizisten der Wiener Bereitschaftseinheit wurden während ihres Streifendienstes auf die Auseinandersetzung aufmerksam und griffen ein. Sie nahmen den 17-Jährigen sowie einen 20-jährigen syrischen Staatsbürger fest. Bei dem Einsatz stellten die Beamten die Luftdruckpistole sowie eine geringe Menge Cannabis sicher.
Der 17-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht. Der 20-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt. Nach drei weiteren mutmaßlichen Angreifern wird noch gesucht.
Damit kam es innerhalb von nur zwei Nächten zu zwei gefährlichen Gewalteskalationen rund um den Schwedenplatz. Ob zwischen den Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.