Krawalle in Frankfurt

Waffenshop geplündert – GenZ-Randalierer (18) in U-Haft

Nach den GenZ-Krawallen in Frankfurt wird gegen 54 Verdächtige ermittelt. Ein 18-Jähriger soll eine Waffe gestohlen haben und sitzt nun in U-Haft.
02.11.2026, 16:32
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Nach den schweren Ausschreitungen bei den GenZ-Protesten in Frankfurt (D) hat die Polizei bereits 54 Verdächtige ermittelt. Ein 18-Jähriger soll bei der Plünderung eines Waffengeschäfts eine Waffe gestohlen haben – er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Einer von ihnen ist der 18-jährige Syrer Mohamad A. Wie die "Bild" berichtet, soll er am Samstagabend an der Plünderung eines Waffengeschäfts beteiligt gewesen sein und dabei selbst eine Waffe entwendet haben.

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Der junge Mann wurde laut Staatsanwaltschaft bereits einem Haftrichter vorgeführt. Inzwischen befindet er sich in Untersuchungshaft. Nach Informationen der "Bild" soll der Beschuldigte außerdem keinen festen Wohnsitz haben.

100 Polizisten bei Krawallen verletzt

Was zunächst als friedliche Demonstration begonnen hatte, schlug am Samstagabend in Gewalt um. In Frankfurt kam es zu brennenden Absperrungen und heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Allein in der Mainmetropole wurden nach den vorliegenden Angaben rund 100 Polizisten verletzt.

Besonders betroffen war die bekannte Einkaufsstraße Zeil. Dort wurden Schaufenster eingeschlagen und mehrere Geschäfte geplündert. Zunächst soll eine Gruppe die Scheiben einer Filiale der Sportmodekette "Snipes" zerstört haben.

Die Polizei rückte daraufhin mit einem Wasserwerfer an und drängte die Randalierer zurück. Die Gruppe zog jedoch weiter in eine Seitenstraße.

Waffen aus Geschäft gestohlen

Dort wurden weitere Geschäfte zum Ziel der Plünderer. Auch die Scheibe eines Waffengeschäfts wurde eingeschlagen. Nach ersten Angaben vom Samstagabend sollen mindestens zwei Waffen aus dem Geschäft gestohlen worden sein. Um welche Art von Schusswaffen es sich handelt, ist derzeit nicht bekannt.

Der 18-Jährige steht im Verdacht, an diesem Vorfall beteiligt gewesen zu sein. Sollte er nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden, drohen ihm laut "Bild" bis zu zehn Jahre Haft. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Ermittlungen gegen 54 Verdächtige

Die Behörden untersuchen zahlreiche mögliche Straftaten im Zusammenhang mit den Ausschreitungen.

Dazu zählen unter anderem Landfriedensbruch und schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Einbruchsdiebstahl sowie Widerstand gegen und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte. Darüber hinaus wird wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und verschiedener Verstöße gegen das Versammlungsgesetz ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft kündigte ein konsequentes Vorgehen gegen die mutmaßlichen Täter an. "Wir werden alles dafür tun, die Verantwortlichen für die brutalen Krawalle zur Rechenschaft zu ziehen und Straftäter einer deutlich spürbaren Sanktion zuzuführen", erklärte Oberstaatsanwalt Dominik Mies gegenüber der "Bild".

red, 02.11.2026, 16:32