Regierung knallhart

Wer kein Deutsch kann, kriegt Sommerferien gekürzt

Kinder, die zu schlechtes Deutsch sprechen, müssen künftig verpflichtend in die Sommerschule. Nur die FPÖ war gegen die neue Maßnahme.
Newsdesk Heute
14.01.2026, 20:54
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Ein alarmierender Befund: Fast die Hälfte der Erstklässler in Wien spricht kein Deutsch, kann dem regulären Unterricht deshalb nicht folgen. Noch alarmierender: Zwei Drittel davon wurden sogar in Österreich geboren.

Der Bildungsausschuss des Nationalrats sprach sich nun am Mittwoch für neue Maßnahmen aus, die in der nächsten Parlamentssitzung beschlossen werden könnten. Allen voran sollen außerordentliche Schüler gesetzlich dazu verpflichtet werden, an einer Sommerschule teilzunehmen, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Diese findet in der Regel in den letzten beiden Ferienwochen statt. Einzig die FPÖ stimmte gegen diese Maßnahme, die schon letzten Sommer vage angekündigt wurde. Jetzt ist sie auf Schiene.

Einführung in zwei Stufen

Deutschkenntnisse seien die "Eintrittskarte in unsere Gesellschaft", sagte Bildungsminister Wiederkehr in einer einleitenden Stellungnahme zu der Novelle. Ziel der Bundesregierung sei es daher, einen weiteren Schritt in der Vermittlung von Deutschkenntnissen durch Förderklassen und die Sommerschule zu setzen. Mehr Schulautonomie solle es etwa im Bereich der Deutschförderung und bei Lehrplänen geben.

Aus organisatorischen Gründen soll die Verpflichtung außerordentlicher Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an der Sommerschule mit Sprachförderung in Deutsch in zwei Stufen eingeführt werden, erläuterte Wiederkehr. Im Sommer 2026 gelte die Verpflichtung nur für Schülerinnen und Schüler der Deutschförderklassen. Ab dem Sommer 2027 sollen auch Schülerinnen und Schüler in Deutschförderkursen verpflichtend an der Sommerschule teilnehmen.

Kopftuchverbot auch für Lehrerinnen?

Auch das Kopftuchverbot war im Parlament wieder Thema. Ein solches gilt bekanntlich für Schülerinnen unter 14 Jahren am Schulgelände. Die FPÖ will es auch auf das gesamte schulische Personal, insbesondere Lehrerinnen, ausweiten. Denn das Tragen eines Kopftuchs sei laut FPÖ ein "bewusst gesetztes Zeichen" sowie eine politische Ideologie, die "mit den Grundprinzipien unserer Gesellschaft unvereinbar" sei, hielt Christoph Steiner (FPÖ) fest.

Es handle sich rechtlich um ein "heikles Unterfangen", führte Nico Marchetti aus. Es müsse eine Lösung gefunden werden, die rechtlich Bestand habe, begründete er seinen Antrag auf Vertagung. Christian Oxonitsch (SPÖ) hielt fest, die Bekleidung stehe nicht im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit.

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