Österreich "ist zu langsam"

"Wir sollten uns anstrengen" – Meteorologe macht Ansage

Österreich soll laut Regierungsprogramm bis 2040 klimaneutral werden. Wetter-Experte Marcus Wadsak sieht darin zahlreiche Vorteile.
Newsdesk Heute
06.06.2026, 13:30
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Immer wieder wird diskutiert, ob Österreich tatsächlich schon 2040 klimaneutral sein sollte - und damit zehn Jahre früher als das von der EU angepeilte Ziel. Wetter-Experte Marcus Wadsak hat dazu in einem Facebook-Video nun klar Stellung bezogen.

In einem Beitrag verweist der Meteorologe auf mehrere Bereiche, die aus seiner Sicht von einer früheren Klimaneutralität profitieren würden. So würde Österreich seiner Einschätzung nach früher sauberer, gesünder und sozial gerechter werden.

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"Sauberer, gesünder und sozial gerechter"

"Zum Ersten würde Österreich zehn Jahre früher sauberer, gesünder und sozial gerechter dastehen. Viele Abgase fallen weg, das heißt unsere Städte, da geht der Lärm zurück, die Abgase fallen weg, wir atmen wieder gesünder. Unsere Kinder wachsen in einer gesünderen Luft auf, die Natur kann sich erholen."

Auch die heimische Energieversorgung sieht Wadsak als wichtigen Punkt. Weniger Abhängigkeit von Energieimporten würde demnach mehr Eigenständigkeit bringen.

"Viele Flüsse werden nicht mehr verseucht, immer mehr Seen hätten vielleicht wieder Trinkwasser! Energiewende, zehn Jahre früher bringt uns, dass wir nicht mehr abhängig von alten grausamen Diktatoren oder Partnerschaften mit Ländern eingehen müssen, mit denen wir eigentlich nichts zu tun haben wollen."

Großes Potenzial am Arbeitsmarkt

Großes Potenzial ortet der Meteorologe zudem am Arbeitsmarkt und in der Industrie. Investitionen würden zunehmend in nachhaltige Technologien fließen, wodurch neue Arbeitsplätze entstehen könnten.

"Es bringt uns viele Green-Jobs, denn da gehen die Investitionen derzeit hin, in Nachhaltigkeit! Das heißt auch wirtschaftlich würde uns das wahnsinnig viel bringen."

Als Beispiel nennt Wadsak die voestalpine. Durch Innovationen wie die Produktion von grünem Stahl könnten österreichische Unternehmen seiner Ansicht nach einen Vorsprung gegenüber internationalen Mitbewerbern erlangen.

"Da kann man die IV vielleicht auch beruhigen, zum Beispiel hätte die VOEST dann wahrscheinlich schon wieder einen Marktvorteil von zehn Jahren gegenüber der Konkurrenz mit grünem Stahl, mit Innovation."

Weit von Ziel entfernt

Auch finanziell könnte sich eine frühere Klimaneutralität auszahlen. Marcus Wadsak verweist in seinem Facebook-Video auf den steigenden CO2-Preis, der bei sinkenden Emissionen weniger stark ins Gewicht fallen würde.

Gleichzeitig räumt er ein, dass Österreich derzeit noch weit vom Ziel entfernt sei. Trotz der Verankerung des Jahres 2040 im Regierungsprogramm fehle weiterhin ein bundesweites Klimaschutzgesetz.

"Wir sind derzeit überhaupt nicht auf Kurs. Wir sind zu langsam. Wir betreiben zu wenig und eigentlich nicht energisch genug Klimaschutz." Als positives Beispiel nennt er Wien, wo bereits ein entsprechendes Gesetz beschlossen wurde.

"Sehe viele Vorteile"

Für Wadsak überwiegen dennoch klar die Chancen. "Auf alle Fälle, sehe ich viele viele Vorteile, wenn wir's wirklich schaffen, 2040 klimaneutral zu sein. Dahin sollte die Reise gehen, dementsprechend sollten wir uns anstrengen."

Ob Österreich das Ziel tatsächlich erreicht, ist offen - für Marcus Wadsak steht aber fest, dass sich der Weg dorthin lohnen würde.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 06.06.2026, 13:53, 06.06.2026, 13:30
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