US-Präsident knallhart

"Wird Problem für ihn" – Trump droht Grönland-Premier

Grönlands Premier Jens-Frederik Nielsen hat klargemacht: Die Insel bleibt lieber bei Dänemark. Das passt US-Präsident Donald Trump gar nicht.
Newsdesk Heute
14.01.2026, 12:25
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Wie "20 Minuten" berichtet, hat Trump seine Forderung bekräftigt, dass die USA Grönland übernehmen müssten. Er schließt dabei auch den Einsatz von Gewalt nicht aus. Im US-Kongress regt sich Widerstand gegen solche Pläne – vor allem, wenn es um Gebiete innerhalb des NATO-Bündnisses geht.

Am Dienstag stellte Nielsen klar: "Wenn wir uns entscheiden müssen zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark, dann wählen wir Dänemark. Wir wählen die NATO. Wir wählen das Königreich Dänemark. Wir wählen die EU."

Trump verspottet Premier

Trump reagierte scharf auf diese Worte. Als ihn eine Reporterin auf die Aussagen von Grönlands Premier ansprach, meinte der US-Präsident: "Ich weiß nicht, wer er ist. Ich weiß nichts über ihn. Aber das wird ein großes Problem für ihn."

Grönland ist ein autonomes Gebiet und gehört politisch zu Dänemark. Dänemark selbst ist, wie die USA, Mitglied der NATO. Trump betont seit Tagen, dass die USA Grönland "brauchen", um dem wachsenden Einfluss von Russland und China in der Arktis etwas entgegenzusetzen. Besonders die Rohstoffe und Mineralien auf der Insel sind für ihn von Interesse.

Gewalt nicht ausgeschlossen

Gegenüber Medien sagte Trump: "Ich würde es lieber auf einfache Weise regeln. Aber wenn das nicht klappt, machen wir es auf die harte Tour." Den Einsatz von Gewalt wollte er nicht ausschließen. "Das ist immer eine Option", so Trump. Das sorgt bei europäischen Partnern für ordentlich Unruhe. Mehrere Staats- und Regierungschefs warnen: Eine gewaltsame Übernahme Grönlands würde das NATO-Bündnis gefährden.

Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen stellte klar, ein solcher Schritt der USA wäre ein schwerer Schlag für das westliche Bündnis. Auch andere europäische Staaten reagieren alarmiert.

Im US-Kongress wurde am Dienstag der "NATO Unity Protection Act" vorgestellt. Das Gesetz, das von beiden großen Parteien getragen wird, soll verhindern, dass amerikanische Steuergelder für Blockaden, Besetzungen oder Annexionen von NATO-Gebieten verwendet werden. Die Initiative kommt von der Demokratin Jeanne Shaheen und der Republikanerin Lisa Murkowski.

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