Bis zu 30 Cent mehr

Wirt packt aus: Bier wird jetzt wieder spürbar teurer

Der größte Bier-Lieferant Österreichs erhöht die Preise,. Ein Wirt verrät, wie sich das auf die Preise im Lokal auswirkt.
28.10.2026, 20:40
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Nächste Stufe der Teuerungswelle! Jetzt trifft es wieder Österreichs Wirte, Cafés und Bars. Am Mittwoch hat die Brau Union ihre neue Preisliste an die Gastronomen im ganzen Land verschickt. Die größte Brauerei Österreichs dreht an der Preisschraube. Das werden wohl auch viele Gäste beim nächsten Wirtshausbesuch zu spüren bekommen.

Im Schnitt verlangt die Brau Union künftig um 2,94 Prozent mehr für ihre Produkte. "Aufgrund von Preisanpassungen unserer Vorlieferanten müssen wir zudem Erhöhungen bei Handelswaren und Dienstleistungen weitergeben", heißt es in dem Schreiben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wirt rechnet vor: Bier um 30 Cent teurer

Was bedeutet das für die Gäste? "Heute" hat bei Thomas Mayr-Stockinger, Wirt des Gasthauses Stockinger (Kirchberg bei Mattighofen, OÖ), nachgefragt. Seine Antwort dürfte Biertrinkern wenig schmecken: Das große Bier könnte um bis zu 30 Cent teurer werden.

Dann kostet das Krügerl, ein halber Liter Bier, in seinem Gasthaus schon 5,70 Euro. Doch die höheren Einkaufspreise sind nur ein Teil des Problems. "Nicht nur der Wareneinsatz" ist gestiegen, erklärt der Vollblut-Gastronom. Auch die Personalkosten haben sich durch den neuen Kollektivvertrag seit Oktober erhöht.

Für den Wirt steht fest: Die Speisekarten müssen wieder überarbeitet werden.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig! Mail an uns

"Uns bleibt immer weniger"

Besonders ärgert Mayr-Stockinger und seine Kollegen der Preisunterschied zwischen Handel und Gastronomie. Während Geschäfte regelmäßig mit günstigen Aktionen locken, müssen Wirte reguläre Einkaufspreise bezahlen.

Der Gastronom rechnet vor, wie sich die Kosten zusammensetzen: Rund 65 Prozent entfallen laut ihm auf Löhne, Steuern und andere Kosten. Etwa 35 Prozent machen die Waren selbst aus. Steigen die Ausgaben, bleibt für den Betrieb immer weniger übrig.

Gäste trinken nur noch ein, zwei Bier

Die Teuerung verändert den Konsum seit Jahren. Die traditionelle Stammtischkultur leidet massiv. "Zwar kommen die Menschen weiterhin gerne zum Essen ins Gasthaus", erzählt er. Doch beim Trinken wird gespart. Ein, maximal zwei Getränke zum Essen, danach ist Schluss. Längere Wirtshausabende mit mehreren Runden werden immer seltener.

"Ich verstehe die Menschen", sagt der Wirt. Schließlich müssen auch seine Gäste mit steigenden Preisen in vielen Lebensbereichen zurechtkommen.

"Wir stecken in einer Lohn-Preis-Spirale"

Dass die Gastronomie wegen steigender Preise immer wieder in die Kritik gerät, ärgert den Wirt. Denn auch die Betriebe müssten ständig höhere Rechnungen bezahlen.

"Wir können auch nichts dafür", betont Mayr-Stockinger. Österreich stecke mitten in einer Spirale aus steigenden Löhnen, Kosten und Preisen.

POM, 28.10.2026, 20:40
Weitere Storys