Mit dem ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft seit 1990 haben unsere ÖFB-Stars ein Stück Fußballgeschichte geschrieben. Dank den Leistungen von Romano Schmid, Marko Arnautovic & Co. herrscht im gesamten Land Ausnahmestimmung.
Abseits des Rasens sorgte der ORF allerdings für deutlich negativere Schlagzeilen. Ausgerechnet in der entscheidenden zweiten Hälfte fiel der Livestream auf ORF ON komplett aus. Viele Fans, die das Spiel am Weg zur Arbeit, in der Schule oder unterwegs verfolgen wollten, blickten plötzlich auf einen schwarzen Bildschirm. Rund 40 Minuten lang war von der WM-Partie nichts zu sehen. Am Küniglberg erklärte man die Probleme mit einem Ausfall der Infrastruktur bei der APA.
Nun hat sich auch die Politik zu Wort gemeldet. Der Totalausfall sei "eine Blamage sondergleichen und der ultimative Beweis für das Totalversagen des Systems ORF", ärgerte sich FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker. "Der ORF kassiert Zwangsgebühr für einen schwarzen Bildschirm. Peinlicher geht es nicht mehr."
Dass – obwohl alle Österreicher zur Kasse gebeten würden – die Technik zusammenbreche, sei "zynisch" und "eine absolute Frechheit gegenüber den Gebührenzahlern", so Hafenecker. "Hätten wir anstelle der Zwangsgebühr noch die Möglichkeit, sich abzumelden, hätte der ORF nach seinem heutigen Streaming-Black-out mit hunderttausenden Abmeldungen rechnen müssen."
Laut dem Freiheitlichen habe man mit der Einführung der Haushaltsabgabe einen "medialen Selbstbedienungsladen" geschaffen, der sich um die Bedürfnisse der eigenen Zuseher nicht mehr scheren müsse. "Offenbar ist am Küniglberg genug Geld für Traumgagen, ideologische Umerziehungsprogramme und aufgeblähte Verwaltungsapparate da, aber für eine funktionierende Technik, wenn das ganze Land zusehen will, reicht es dann nicht."
Hafeneckers Resümee: "Der ORF hat heute seinen wichtigsten Auftrag verraten: die Österreicherinnen und Österreicher in einem Moment von nationaler Bedeutung zu versorgen. Stattdessen gab es Frust und Ärger. Wir Freiheitliche bleiben dabei: Dieses System gehört zerschlagen“,