08:55 - 09:58 // Eucharistiefeier aus der Pfarre Gansbach
Kirche + Religion, A 2026
Die Pfarre Gansbach wird urkundlich erstmals 1250 erwähnt und dem Pfarrbezirk Mautern zugeordnet. Sie wurde vom Adelsgeschlecht der Kuenringer gegründet, denen damals auch die Burg Wolfstein gehörte. Die Herren von Wolfstein hatten das Patronat der Pfarre Gansbach bis ins 17. Jahrhundert inne. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 wurden die Besitzungen des protestantischen Schlossherrn vom Kaiser eingezogen. Die Güter der Wolfsteiner und die Pfarre Gansbach wurden dann im Jahr 1630 dem Benediktinerstift Göttweig zugesprochen. Seither wird die Pfarre von Göttweig aus seelsorglich betreut. Seit September 2025 ist die Pfarre Gansbach in den Pfarrverband Mautern eingegliedert worden. Die Verbindung mit Wolfstein spiegelt sich auch in der Sage vom hl. Jakobus wider, dessen Statue von den Gansbachern aus der Wolfsteiner Burgkapelle entführt und in die Pfarrkirche gebracht wurde. Bei Nacht und Nebel soll Jakobus wieder nach Wolfstein zurückgewandert sein. Musikalisch umrahmt wird die heilige Messe vom Kirchenchor unter der Leitung von Maximilian Frank. An der Orgel spielt Hermann Zmuck.