Tierische Rettung

34 Tage im Kanal gefangen - ist Hai-Dame jetzt frei?

34 Tage lang sorgte ein Hai mitten in einer südkoreanischen Großstadt für Aufregung. Jetzt gelang den Rettern endlich der entscheidende Durchbruch.
22.10.2026, 08:17
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Eigentlich gehört ein drei Meter langer Hai ins offene Meer und nicht zwischen Betonmauern und Wolkenkratzer. Doch genau dort hatte sich eine ungewöhnliche Besucherin niedergelassen: Seit dem 18. September schwamm die Hai-Dame "Bukangi" in einem künstlichen, mit Meerwasser gefüllten Kanal im Hafen der südkoreanischen Millionenstadt Busan. Und während die Behörden verzweifelt versuchten, das Tier wieder hinauszulotsen, wurde die ungewöhnliche Besucherin zum absoluten Publikumsliebling. Mehr als 1,6 Millionen Menschen strömten in den Hafenpark, um einen Blick auf den Hai zu erhaschen.

Superstar mit Flossen

Schnell bekam die ungewöhnliche Besucherin ihren Namen "Bukangi", abgeleitet vom koreanischen Namen des Nordhafens. Wissenschaftler identifizierten sie schließlich als weiblichen Düsterhai (Carcharhinus obscurus), eine von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestufte Haiart. Doch die Begeisterung um den tierischen Star hatte einen ernsten Hintergrund: Die Wassertemperaturen sanken, und Experten befürchteten zunehmend, dass Bukangi ihren unfreiwilligen Aufenthalt nicht überleben könnte.

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"Bukangi" war bereits zum beliebten Maskottchen geworden und jeder bangt um ihre Freiheit.
APA-Images / AFP / JUNG YEON-JE

Erst der dritte Versuch war erfolgreich

Zweimal scheiterten die Rettungsversuche. Weder Wasserstrahlen noch ein riesiges Netz konnten die eigenwillige Hai-Dame dauerhaft aus dem Kanal bewegen. Am Mittwoch, dem 21. Oktober, starteten die Einsatzkräfte deshalb einen dritten Anlauf.

Mit einer schwimmenden Plattform, Netzen, Tauchern und Drohnen wurde Bukangi behutsam in Richtung Kanalausgang gedrängt. Nach stundenlanger Arbeit kam endlich die erlösende Nachricht: Der Hai hatte den Kanal verlassen! Allerdings wurde Bukangi zunächst noch in Hafengewässern gesichtet. Ob sie ihren Weg tatsächlich bis ins offene Meer fortsetzen konnte, blieb vorerst offen.

Mehrere Rettungsversuche gingen schief, doch jetzt dürfte "Bukangi" endlich eine Chance haben.
APA-Images / AFP / JUNG YEON-JE

Happy End mit Hoffnung

Für die Menschen in Busan ist Bukangi längst mehr als ein ungewöhnlicher Meeresbewohner. Die Hai-Dame wurde zum Maskottchen der Stadt, inspirierte Souvenirs und eroberte unzählige Herzen. Ihre Geschichte zeigt aber auch, wie verletzlich selbst große Raubfische sein können. Denn während Millionen Menschen über den tierischen Überraschungsgast staunten, ging es für Bukangi letztlich ums Überleben. Nun bleibt zu hoffen, dass sie bald wieder ungestört durch die Weiten des Ozeans schwimmen kann.

red, 22.10.2026, 08:17
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