Tierisch verschwommen

Schon 5 Tage! Riesenhai findet nicht mehr aus Kanal

Laut Experten soll ein junger Walhai im Kanal im südkoreanischen Busan festsitzen. Hoffentlich findet er doch noch ins offene Meer zurück.
Heute Tierisch
24.09.2026, 08:52
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Ein ungewöhnlicher Besucher sorgt derzeit im südkoreanischen Busan für Aufsehen: Ein rund 3,5 Meter langer Hai schwimmt seit Tagen durch einen Kanal im Uferpark Bukhang. Statt Panik löst der Meeresgast allerdings vor allem Neugier aus – die Menschen haben ihm sogar schon einen Namen gegeben.

Rückenflosse zwischen den Trittsteinen

Spektakuläre Aufnahmen vom 22. September zeigen den großen, dunkel gefärbten Hai im seichten, grünlichen Wasser. Zwischen den runden Trittsteinen des Parks gleitet das Tier dicht am Ufer entlang, Rückenflosse und Schwanz ragen immer wieder aus dem Wasser.

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Erstmals soll der Hai bereits am 18. September in dem Kanal entdeckt worden sein. Nach Einschätzung des südkoreanischen Nationalen Instituts für Fischereiwissenschaften dürfte es sich vermutlich um einen Walhai handeln. Fachleute vermuten, dass das Tier auf der Jagd nach Beute in den Kanal gelangte und anschließend den Weg zurück ins offene Meer nicht mehr fand.

"Bukangi" wird zum Publikumsmagneten

Inzwischen haben die Menschen dem ungewöhnlichen Besucher den Spitznamen "Bukangi" gegeben. Am Wochenende sollen rund 20.000 Schaulustige in den Park gekommen sein, um einen Blick auf den Hai zu erhaschen. Auch am Morgen des 22. September war der Park laut dem Urheber der Aufnahmen gut besucht.

Für den Hai selbst ist der unfreiwillige Aufenthalt allerdings weniger erfreulich. Untiefen, Uferkanten sowie die Bauweise und Strömungsverhältnisse des Kanals könnten es dem großen Tier erschweren, sich zu orientieren und den Ausgang zu finden.

Behörden warten noch ab

Die Behörden beobachten "Bukangi" deshalb weiterhin, wollen aber vorerst nicht eingreifen. Zunächst sollen die Chuseok-Feiertage vom 24. bis 27. September abgewartet werden. Findet der Hai bis dahin nicht selbst zurück ins offene Wasser, soll anschließend entschieden werden, ob und wie man ihn vorsichtig aus dem Kanal hinausleiten kann.

Sollte es sich tatsächlich um einen Walhai handeln, wäre der imposante Besucher für Menschen übrigens kaum eine Gefahr: Walhaie sind trotz ihrer gewaltigen Größe friedliche Filtrierer und ernähren sich hauptsächlich von Plankton und kleinen Meerestieren.

red,24.09.2026, 08:52