Drama um Start-up-Investment

5,5 Millionen Euro weg – Anleger bangen um ihr Geld

136 Anleger warten seit Juni 2025 auf die Auszahlung von 5,5 Millionen Euro aus einer Start-up-Investition. Nun ermittelt unter anderem die WKStA.
Newsdesk Heute
29.04.2026, 16:51
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Was als vielversprechende Investition begann, sorgt nun für große Verunsicherung: 136 Anleger aus Österreich warten seit Monaten auf die Auszahlung von insgesamt 5,5 Millionen Euro.

Bereits 2021 hatten sie ihr Geld über eine Vermögensveranlagungs-Plattform in ein heimisches Medizinprodukt-Start-up investiert. Die Beteiligung schien solide – alle beteiligten Unternehmen saßen in Österreich. Doch mittlerweile ist unklar, wo sich das investierte Kapital befindet.

Seit Juni 2025: Anleger warten auf Auszahlung

Im Jahr 2025 wurde das Start-up an einen international führenden Hersteller wissenschaftlicher Instrumente verkauft. Die Auszahlung an die Investoren hätte laut Vereinbarung bereits im Juni 2025 erfolgen sollen. Bis heute ist das Geld jedoch nicht bei den Anlegern angekommen.

Der Wiener Jurist Mag. Georg Royer, der mehrere Betroffene vertritt, spricht gegenüber der "Krone" von einem "begründeten Verdacht, dass über 5 Millionen Euro auf mehrere Konten anderer Gesellschaften transferiert wurden".

Hintergrund könnten mehrere Eigentümerwechsel bei der beteiligten Arax-Gruppe und deren Treuhandfirmen sein. Seit Sommer 2025 kam es dort gleich zu drei Wechseln in der Führung. Namen ehemaliger Geschäftsführer sollen laut Berichten auch in anderen Ermittlungen im Zusammenhang mit Insolvenzen aufscheinen. Für alle Beteiligten gilt jedoch die Unschuldsvermutung.

WKStA und Landeskriminalamt ermitteln

Für die Anleger ist die Situation frustrierend. Ein Betroffener aus der Steiermark sagt, man rechne bei solchen Investments zwar grundsätzlich "mit einem gewissen Risiko", doch seit Monaten gebe es keinerlei Informationen. Anfragen an die aktuellen Verantwortlichen blieben unbeantwortet.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft sowie das Landeskriminalamt Wien ermitteln in der Causa. Details zum laufenden Verfahren wurden nicht bekannt gegeben.

Ein ehemaliger Geschäftsführer weist die Vorwürfe zurück. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens am 10. Juni 2025 seien "sämtliche Anlegergelder ordnungsgemäß und vollständig auf dem hierfür vorgesehenen Treuhandkonto verbucht" gewesen. Auch der Anwalt eines weiteren Beschuldigten betont, dass während der Amtszeit seines Mandanten "alle Tätigkeiten ordnungsgemäß abgewickelt wurden".

Anleger bangen um ihr Geld

Für die Betroffenen bleiben dennoch viele Fragen offen. "Als Anleger glaubt man, in Österreich auf der sicheren Seite zu sein", so ein Betroffener gegenüber der "Krone". Er frage sich inzwischen, "wo hier die Rechtssicherheit bleibt".

Auch Jurist Royer fordert rasche Klarheit: "Es muss unverzüglich aufgeklärt werden, wo sich das Geld der Anleger befindet". Ein anwaltliches Schreiben zum Verbleib der Millionen blieb seit Dezember 2025 unbeantwortet.

Was genau bei der Projektgesellschaft passiert ist, wird nun Gegenstand der Ermittlungen sein. Für die Anleger geht es um viel – und vor allem um die Hoffnung, ihr Geld doch noch zurückzubekommen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.04.2026, 16:51
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