Ruf nach echter Entlastung

Ärger über Alibi-Aktion: ARBÖ zerreißt Spritpreisbremse

Der ARBÖ übt heftige Kritik an der neuen Spritpreisbremse der Bundesregierung. Gefordert wird eine tatsächliche Entlastung der Autofahrer.
Team Wirtschaft
01.09.2026, 07:31
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1,9 Cent pro Liter – so gering fällt die Reduktion der Mineralölsteuer aus, mit der die Regierung die Spritpreisbremse noch bis Ende September 2026 fortführen will. Für den Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ) ist diese Maßnahme Augenauswischerei.

ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar findet dazu klare Worte und wirft der Politik vor, eine reine "Alibi-Maßnahme" zu setzen. "Die Bundesregierung lässt ein gutes Kriseninstrument zur Entlastung der Österreicher, das sich bei seiner Einführung im April sehr gut bewährt hat, nun endgültig verkümmern", wettert Rezar.

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Von der angekündigten Maßnahme werde der Kraftfahrer an der Zapfsäule rein gar nichts haben, kritisiert er, da man diesen geringen Betrag in der Geldbörse so gut wie gar nicht spüre.

Spritpreise massiv gestiegen

Dass der Handlungsbedarf in Wahrheit erheblich ist, zeigt ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen. Der ARBÖ verweist auf aktuelle Analysen der Österreichischen Energieagentur, die einen veritablen Preisschock belegt: Im Vergleich zu Juli 2025 ist Diesel um satte 19,3 Prozent und Eurosuper um 15,1 Prozent teurer geworden.

Diese alarmierenden Zahlen seien der Beweis dafür, dass die heimischen Autofahrer – insbesondere die vielen Berufspendler –, aber auch die Wirtschaft und die Landwirte einen echten Teuerungsausgleich bräuchten, so der ARBÖ-Präsident.

ARBÖ fordert 10-Cent-Entlastung

Um dem Preis-Wahnsinn ein Ende zu setzen, legt der Verkehrsclub nun ein klares Forderungspaket auf den Tisch. Anstatt der 1,9-Cent-Verlängerung brauche es eine drastischere und vor allem spürbare Spritpreisbremse.

Konkret fordert der ARBÖ eine deutlichere Senkung der Mineralölsteuer gekoppelt mit einer strikten Margenbegrenzung. Zudem müsse von staatlicher Seite garantiert werden, dass fallende Großhandelspreise auch wirklich an die Endkunden weitergegeben werden.

Ein solches Paket würde die Preise an der Zapfsäule um rund zehn Cent pro Liter drücken, rechnet Rezar vor. Erst das wäre "eine tatsächliche und spürbare Entlastung für die Autofahrer".

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