Preismonitor deckt auf

Mega-Aufschläge! AK warnt vor Preisfalle zum Schulstart

Die Preisunterschiede bei einer Taferlklassler-Ausstattung sind gewaltig. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Analyse der Arbeiterkammer.
Team Wirtschaft
27.08.2026, 17:18
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Bald geht die Schule wieder los – und für viele Eltern beginnt damit auch der große Einkaufsstress. Dass man dabei genau aufs Preisschild schauen sollte, zeigt ein aktueller Preismonitor der Arbeiterkammer (AK) Wien. Wer blind ins Regal greift, zahlt für Hefte, Stifte und Co. oft das Doppelte.

Extremer Preis-Schock bei Markenartikeln

Zwischen dem 20. und 24. Juli hat die AK 53 typische Schulutensilien für Volksschulkinder genau unter die Lupe genommen. Getestet wurden dabei die fünf großen Handelsketten Libro, Pagro, Thalia, Interspar und Müller. Die Preisunterschiede sind gewaltig: Bei ein und denselben Markenprodukten klaffen die Preise um bis zu 101 Prozent auseinander.

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Das heftigste Beispiel ist der Radiergummi "Studio 20" der Marke Aristo. Während Thalia dafür 0,79 Euro verlangt, wandert er bei Interspar für 1,59 Euro über den Ladentisch.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim 35-Gramm-Alleskleber von Uhu, wo die Tester eine Preisdifferenz von 95 Prozent feststellten. Hier verlangt Thalia 3,49 Euro, während Müller das Produkt in Aktion für 1,79 Euro anbietet.

Wer die beliebten Filzstifte von Stabilo im 12er-Pack sucht, zahlt bei Libro und Pagro 6,99 Euro – Interspar hatte sie im Testzeitraum hingegen für 3,99 Euro in Aktion.

Schulartikel wurden um 6,5 Prozent teurer

Dazu kommt, dass die allgemeine Teuerung auch vor dem Klassenzimmer keinen Halt gemacht hat. Gegenüber dem Vorjahr sind die erhobenen Schulartikel im Schnitt um 6,5 Prozent teurer geworden, schreibt die AK in ihrer Analyse.

Richtig schmerzhaft fürs Budget wird es bei den Schultaschen-Sets. Selbst die billigsten mehrteiligen Modelle kosten laut Erhebung je nach Kette zwischen knapp 60 und 126 Euro. Greift man zu den teuersten Varianten, werden sogar zwischen rund 80 und 290 Euro fällig.

Bester Rat – Preise vergleichen

Um diese Kostenexplosion abzufedern, haben die Experten einen klaren Rat: "Preise vergleichen – je näher der Schulbeginn rückt, desto mehr Aktionen!", appelliert die Arbeiterkammer an die Eltern. So waren bei Interspar während der Erhebung beispielsweise fast alle geprüften Artikel reduziert. Thalia wiederum verspricht vom 3. bis 19. September 2026 satte 20 Prozent Rabatt auf den gesamten Schuleinkauf.

Auch staatliche Zuschüsse jetzt fällig

Eine wichtige finanzielle Stütze für Familien mit Mindestsicherung oder Sozialhilfe sei zudem die Aktion "Schulstartplus", so die Konsumentenschützer. Dabei gebe es 150 Euro per Bezahl-Karte aufs Handy, die sich in allen Filialen von Libro und Pagro einlösen lasse. Zusätzlich werde das reguläre Schulstartgeld in Höhe von 121,40 Euro für jedes Kind von 6 bis 15 Jahren automatisch mit der Familienbeihilfe für August ausbezahlt.

Qualitätsprodukte halten in der Regel länger

Wer zusätzlich sparen möchte, finde laut AK in den Carla-Läden der Caritas Wien günstige Alternativen. Wozu die Experten ebenso raten – auf die Qualität der Produkte zu achten, vor allem auf die Haltbarkeit. Billig-Flitzstifte könnten zum Beispiel viel schneller austrocknen, Billig-Tintenkiller nur mäßig gut funktionieren. Tatsächlich könne man durch den Kauf von nachhaltigeren und damit langlebigeren Produkten im Endeffekt Geld sparen.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 27.08.2026, 17:18