Spektakulärer Unfall mit anschließendem Großeinsatz am Dienstagabend in Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen): Ein 29-jähriger Mann war gegen 19.30 Uhr mit seinem Klein-Lkw auf der L 134 in Richtung Raach am Hochgebirge unterwegs. Plötzlich kam er aus noch ungeklärter Ursache rechts von der Fahrbahn ab.
Der Klein-Lkw kippte auf die Seite und krachte mit dem Dach gegen zwei Bäume. Doch statt am Unfallort zu bleiben, machte sich der Lenker aus dem Staub. Eine Zeugin beobachtete, wie die Fahrzeugtür geöffnet wurde und der Mann im angrenzenden Wald verschwand. Sie alarmierte umgehend die Einsatzkräfte.
Daraufhin wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet. Feuerwehren, Rettung, Bergrettung und Polizei rückten aus. Auch ein Notarzthubschrauber, der Polizeihubschrauber, die Alpinpolizei sowie mehrere Suchhunde durchkämmten das unwegsame Gelände.
Erst gegen 23 Uhr brachte eine Drohne der Feuerwehr die entscheidende Spur: Sie entdeckte eine Wärmequelle. Zwei Feuerwehrmänner konnten den 29-Jährigen schließlich in der Nähe eines landwirtschaftlichen Anwesens entlang der Landesstraße aufspüren.
Für den Mann hatte die nächtliche Flucht ein Nachspiel. Ein durchgeführter Alkoholtest verlief positiv. Die Polizei nahm dem 29-Jährigen daraufhin vorläufig den Führerschein ab. Zudem wird er bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.
Warum der Lenker nach dem Unfall durch den Wald flüchtete, ist nicht bekannt. Auch die genaue Unfallursache ist noch ungeklärt.