Die Erwerbslosigkeit in Österreich hat einen starken Wandel durchgemacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine "Heute"-Auswertung von AMS-Zahlen der vergangenen zehn Jahre.
Seit September 2016 ist demnach die Zahl der Arbeitslosen inkl. Schulungsteilnehmern von 391.939 um 2,8 Prozent auf zuletzt 381.159 Personen gesunken. Allerdings zeigen sich gravierende Unterschiede zwischen österreichischen und ausländischen Staatsbürgern.
Konkret sank die Zahl der Österreicher ohne Job innerhalb eines Jahrzehnts um 51.315 auf 223.106 – ein Minus von 18,7 Prozent. Bei Ausländern ging es hingegen nach oben. Mit September 2026 waren 158.053 Menschen mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft beim AMS als arbeitssuchend gemeldet – 40.535 bzw. 34,5 Prozent mehr als im September 2016.
Spitzenreiter sind die Syrer mit 18.430 Arbeitslosen, 51,8 Prozent mehr als 2016. Sie haben damit die Türken auf Platz 2 verdrängt, die zuletzt auf 14.007 Arbeitslose (-5,7 Prozent) kamen.
Dahinter folgen die Rumänen (13.133 Personen, 79,3 Prozent mehr als 2016), Serben (11.781, -4,5 Prozent), Ukrainer (9.476, +1.214,3 Prozent), Deutsche (9.402, +27,0 Prozent) und Afghanen (9.089, +75,6 Prozent). Ebenfalls in den Top 10 rangieren die Ungarn (7.972, +50,9 Prozent) und Kroaten (6.591, +41,0 Prozent).
Ebenfalls im vierstelligen Bereich bewegen sich unter anderem Bosnier (5.845, -10,7 Prozent), Russen (5.143, +22,5 Prozent), Polen (4.407, -9,6 Prozent), Bulgaren (4.317, +85,2 Prozent), Slowaken (3.890, +16,5 Prozent) und Iraner (2.726, +84,2 Prozent).
Ebenfalls erhoben: Migranten mit ausländischer Staatsbürgerschaft stellen mittlerweile in Österreich 41,5 Prozent (2016: 30,0 Prozent) der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer. Spitzenreiter ist dabei Wien mit 53,6 Prozent – nach 41,7 Prozent im September 2016.
Dahinter folgen Vorarlberg mit 40,2 Prozent (2016: 29,9 Prozent), Salzburg mit 39,9 Prozent (2016: 30,2 Prozent), Tirol mit 36,8 Prozent (2016: 26,6 Prozent), Oberösterreich mit 36,4 Prozent (2016: 25,3 Prozent) und die Steiermark mit 35,4 Prozent (2016: 21,2 Prozent).
Unter der 30-Prozent-Marke bewegen sich Niederösterreich (27,3 Prozent vs. 20,1 Prozent), Kärnten (26,2 Prozent vs. 18,1 Prozent) und das Burgenland (23,9 Prozent vs. 14,8 Prozent).