Nach mehr als zehn Tagen im All ging die Mission Artemis II in der Nacht auf Samstag, 11. April, zu Ende. Die Kapsel mit den Astronauten landete im Pazifik vor San Diego. Es war die erste US-Mondmission seit über 50 Jahren – doch damit ist sie nicht ganz vorbei. Denn die Astronauten haben nun mit einer Reihe von gesundheitlichen Folgeerscheinungen zu kämpfen.
Nach der Landung beginnt für die Astronauten eine neue Herausforderung: die Rückkehr zur Schwerkraft. Natürlich können Astronauten nach der Mission aufgrund des abrupten Wechsels zurück zur Erde nach einem längeren Aufenthalt in der Schwerelosigkeit eine Reihe von gesundheitlichen Auswirkungen erfahren.
Diese Veränderung kann das Gleichgewicht im Innenohr der Astronauten stören, wie es bei der Besatzung der NASA- Mission SpaceX Crew-7 nach der Landung im Jahr 2024 der Fall war.
Ein Astronaut beschrieb es so: "Mit geschlossenen Augen war es fast unmöglich, geradeaus zu gehen." In den meisten Fällen stellt sich das Gleichgewicht innerhalb weniger Monate nach der Rückkehr zum Heimatplaneten wieder ein.
Der Körper baut ab, weil er im All weniger arbeiten muss. Zusätzlich kann es zu Sehproblemen, Schlafstörungen und Veränderungen im Immunsystem kommen. Schon nach wenigen Wochen im All kann sich etwa Flüssigkeit im Kopf sammeln und den Sehnerv beeinflussen.
Um dagegen anzukämpfen, trainieren Astronauten täglich intensiv – oft mehr als zwei Stunden. Auch die Artemis-II-Crew. Dazu gehören unter anderem Kniebeugen, Kreuzheben, Rudern und Bankdrücken mit einem Widerstandsgerät.