Die vier Astronauten der Artemis-II-Mission haben Raumfahrtgeschichte geschrieben: Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und der Kanadier Jeremy Hansen umrundeten den Mond und entfernten sich dabei so weit von unserem Planeten wie noch nie ein Mensch zuvor: unglaubliche 406.778 Kilometer.
Damit übertrafen sie den bisherigen Rekord der Apollo-13-Mission aus dem Jahr 1970 deutlich – ein Meilenstein, der mehr als fünf Jahrzehnte Bestand hatte.
Die Mission markiert nicht nur einen technischen Erfolg, sondern auch einen emotionalen Höhepunkt der modernen Raumfahrt. Während ihres Fluges bot sich der Crew ein spektakulärer Blick auf den Mond: Sie beobachteten Meteoriteneinschläge auf der Oberfläche und erlebten eine Sonnenfinsternis aus einer Perspektive, die nur wenigen Menschen vergönnt ist.
"Es ist wirklich schwer zu beschreiben. Es ist überwältigend", schilderte Astronaut Victor Glover die Eindrücke aus dem All.
US-Präsident Donald Trump gratulierte dem Team per Telefon und bezeichnete sie als "Pioniere der Moderne". "Sie haben wirklich die ganze Welt inspiriert", sagte er und lud die Astronauten ins Weiße Haus ein.
Besonders berührend: Die Crew benannte einen Mondkrater nach Carroll Taylor Wiseman, seiner 2020 an Krebs verstorbenen Ehefrau von Kommandant Reid Wiseman. "Es ist ein heller Punkt auf dem Mond. Und wir würden ihn gerne Carroll nennen", sagte Hansen mit brechender Stimme. Allen vier Astronauten kamen die Tränen.
Beim Überflug der Mondrückseite war der Kontakt zur NASA planmäßig für rund 40 Minuten unterbrochen. Die Orion-Kapsel befindet sich nun auf dem etwa viertägigen Rückflug zur Erde – angetrieben allein durch die Schwerkraft des Mondes.
Artemis II ist die erste bemannte Mission Richtung Mond seit mehr als 50 Jahren. Eine tatsächliche Mondlandung strebt die NASA erst für 2028 an. China plant einen ähnlichen Schritt für 2030.