Wie soll sich der Wiener Augarten in den kommenden Jahren verändern? Genau dazu können Bürger jetzt ihre Wünsche und Ideen einbringen. Mit dem "Zukunftsplan Augarten 2035" startet ein Beteiligungsprozess, dessen Ergebnisse in die langfristige Entwicklung des Areals einfließen sollen.
Von 13. August bis 10. September 2026 läuft eine Online-Umfrage. Gleichzeitig können sich Interessierte bis zum 10. September für einen "Zukunftsdialog" anmelden, der am 13. Oktober im Palmenhaus Augarten stattfindet.
Ziel des Projekts ist ein umfassendes Entwicklungskonzept für das gesamte Areal. Dabei geht es unter anderem darum, das historische Gartendenkmal und das baukulturelle Erbe zu erhalten.
Gleichzeitig soll der Augarten an die Folgen des Klimawandels angepasst werden. Auch eine hohe Aufenthaltsqualität sowie seine Funktion als öffentlicher Natur-, Kultur- und Begegnungsraum stehen im Mittelpunkt.
Der mehr als 250 Jahre alte Augarten dient als Grün- und Erholungsraum und ist zugleich Teil des kulturellen Erbes Österreichs. Klimawandel, zunehmende Nutzung und das Wachstum der umliegenden Stadtviertel stellen die Anlage jedoch vor neue Herausforderungen.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) setzt bei der Planung auf die Menschen, die den Park nutzen:
"Gemeinsam mit jenen Personen, die den Augarten täglich nutzen, wollen wir einen Ort für Lebensqualität, Begegnung und Geschichte gestalten. Denn der Augarten ist neben einer historischen Parkanlage vor allem auch ein wichtiger Standortfaktor für Wien, ein touristischer Anziehungspunkt und ein bedeutender Raum für Kultur, Freizeit und Lebensqualität. Mit einer langfristigen Strategie und gezielten Investitionen sichern wir das baukulturelle Erbe der Republik, stärken die internationale Strahlkraft Wiens und setzen nachhaltige Impulse für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich."
Auch Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) hebt die Bedeutung der Anlage hervor: "Der Augarten ist eines der bedeutendsten Gartendenkmäler Österreichs, grüne Lunge mitten in Wien und zugleich unverzichtbares Naherholungsgebiet. Im Augarten verbinden sich Ökologie, Geschichte und gelebter Alltag. Diesen einzigartigen Ort wollen wir gemeinsam und dauerhaft für kommende Generationen sichern und als lebendigen Teil unseres grünen Kulturerbes weiterentwickeln."
Neben der Online-Befragung soll der Zukunftsdialog einen direkten Austausch ermöglichen. Bürger, Fachleute und Vertreter der zuständigen Institutionen sollen dort in moderierten Gesprächsrunden über die weitere Entwicklung diskutieren.
Die Teilnehmer werden aus allen Anmeldungen per Zufallsprinzip ausgewählt. Damit soll eine möglichst vielfältige Gruppe entstehen. Die Beiträge aus der Online-Umfrage werden unabhängig davon vollständig in den weiteren Strategieprozess einbezogen.
"Die Weiterentwicklung des Augartens gelingt nur im Dialog mit der Bevölkerung. Ein offener Beteiligungsprozess bildet die Grundlage, das kulturelle Erbe nachhaltig voranzubringen und den Augarten als Begegnungsstätte zu stärken. Die Generalsanierung des Atelier Augarten ist der erste Schritt", erklärt Burghauptmann-Stellvertreter Markus Wimmer.
Auch die Auswirkungen des Klimawandels sollen bei den Planungen eine zentrale Rolle spielen. "Die Erhaltung des Augartens unter Berücksichtigung des Klimawandels und der steigenden gesellschaftlichen Herausforderungen erfordert einen verantwortungsvollen Blick in die Zukunft, und das Arealkonzept schafft die Grundlage dafür, dass der Augarten auch weiterhin nachhaltig entwickelt werden kann", unterstreicht Gerd Koch, interimistischer Leiter der HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten.
Die Rückmeldungen aus Umfrage und Zukunftsdialog werden anschließend ausgewertet. Im Jänner 2027 sollen die Ergebnisse öffentlich präsentiert werden.
Link für die Teilnahme an der Online-Umfrage und die Anmeldung zum Zukunftsdialog: https://unser-augarten.govocal.com/