Die Gesamtwohnkosten in Österreich gehen weiter in die Höhe. Das zeigt eine Auswertung von Statistik Austria. Im zweiten Quartal 2026 kletterte demnach die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten verglichen mit Vorjahr um 3,3 Prozent auf 10,50 Euro pro Quadratmeter. Pro Wohnung berappten Mieter damit im Schnitt 694,70 Euro im Monat.
Bei der Höhe der Miete exklusive Betriebskosten, auch als Nettomiete bezeichnet, klafft die Schere über diesen Zwölf-Monats-Zeitraum je nach Segment jedoch massiv auseinander. Am stärksten traf der Preisanstieg die Mieter von Gemeindewohnungen. Hier legte der Quadratmeterpreis gegenüber Vorjahresquartal um 3,7 Prozent auf im Schnitt 5,70 Euro zu.
Auch bei privaten Neubauwohnungen, die nach 1945 errichtet wurden, ging es kräftig nach oben: Hier zogen die Nettomieten um 3,2 Prozent auf 10,70 Euro pro Quadratmeter an.
Spürbar teurer wurde es ebenso im geförderten Bereich: Genossenschaftswohnungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf durchschnittlich 6,50 Euro pro Quadratmeter.
Eine Nullrunde gab es hingegen im klassischen privaten Altbau vor 1945, wo unter anderem Richtwert- und Kategoriemieten greifen: Hier stagnierten die reinen Nettomieten im Jahresvergleich exakt bei 8,50 Euro pro Quadratmeter.
Betrachtet man hingegen den kurzfristigen Quartalsabstand, hat sich der Auftrieb zuletzt spürbar verlangsamt. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 stieg die Miete inklusive Nebenkosten laut Statistik Austria lediglich um 0,4 Prozent.
"Die Dynamik der Mietpreisentwicklung hat im 2. Quartal 2026 nachgelassen, obwohl mit Quartalsbeginn die Richtwert- und Kategoriemieten um 1% angehoben wurden", analysiert Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria. Mit 10,50 Euro pro Quadratmeter liege die Gesamtmiete auf dem Niveau des ersten Quartals, wobei die reinen Nettomieten unverändert geblieben seien, während die Betriebskosten anstiegen.
Ausschlaggebend für die jüngste Verteuerung zwischen den Quartalen waren demnach rein die Nebenkosten: Die Betriebskosten kletterten binnen drei Monaten um 1,4 Prozent auf 2,70 Euro pro Quadratmeter bzw. 176,50 Euro pro Wohneinheit. Gleichzeitig verharrte die reine Nettomiete unverändert bei 7,90 Euro pro Quadratmeter bzw. 520,80 Euro pro Wohnung.