Sitz im Gläubigerausschuss

Benko-Stiftung: Scheichs fordern 1,5 Milliarden Euro

Im Insolvenzverfahren rund um Benkos Stiftung fordern arabische Investoren mehr als 1,5 Milliarden Euro. Mehrere sitzen bereits im Gläubigerausschuss.
Newsdesk Heute
26.05.2026, 14:09
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Im Insolvenzverfahren rund um René Benkos Laura Privatstiftung dominieren Investoren aus dem arabischen Raum die Gläubigerliste. Obwohl ihre Forderungen bisher abgewiesen wurden, sitzen mehrere von ihnen bereits im Gläubigerausschuss.

Insgesamt haben 32 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro angemeldet. Den größten Anteil daran hält der arabische Staatsfonds Mubadala aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vier Gesellschaften des Fonds verlangen laut einem Bericht der "Tiroler Tageszeitung" insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro.

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Bisher 32,7 Millionen Euro anerkannt

Die Forderungen von Mubadala gelten als Auslöser der Insolvenz der Laura Privatstiftung. Grundlage dafür ist ein rechtskräftiges Urteil des Internationalen Schiedsgerichts. Trotzdem hat Masseverwalter Stefan Geiler die Forderungen des Staatsfonds komplett abgewiesen. Als Grund wird die fehlende Vollstreckbarkeitserklärung in Österreich genannt.

Von den gesamten angemeldeten Forderungen wurden bisher lediglich 32,7 Millionen Euro anerkannt. Voll anerkannt wurden unter anderem 15 Millionen Euro der Dapebo Holding von Remus-Chef Stephan Zöchling sowie 600.000 Euro der Tiroler Sparkasse. Weitere 16,6 Millionen Euro der Raiffeisenbank Knittelfeld wurden nur bedingt anerkannt.

Hohe Forderungen von Investoren

Neben Mubadala meldeten noch weitere Investoren aus dem Nahen Osten hohe Forderungen an. Die "The Saudi Third Investment Company" aus Riad fordert rund 72 Millionen Euro von der Laura-Stiftung.

Noch höher fällt die Forderung der luxemburgischen Gesellschaft AM 1 Real Estate Investment Management S.C.S.P. aus. Sie verlangt fast 363 Millionen Euro. Hinter dem Unternehmen steht laut Bericht Hamad Jassim J.M. Al-Thani aus der Herrscherfamilie von Katar. Dessen Investmentgesellschaft hatte ebenfalls ein Schiedsverfahren gegen Benkos kollabierte Signa-Gruppe angestrengt.

Trotz der abgewiesenen Forderungen wurden Vertreter der arabischen Investoren von der Insolvenzrichterin in den Gläubigerausschuss aufgenommen. Dieses Gremium überwacht und unterstützt den Insolvenzverwalter und wirkt bei wichtigen Entscheidungen – etwa beim Verkauf von Vermögenswerten – mit.

Neben den arabischen Investoren sitzen auch Vertreter von KSV 1870, AKV, Creditreform und der Finanzprokuratur im Ausschuss.

Gläubigerschützer erklärten laut "TT", dass die Beteiligung der arabischen Investoren durchaus sinnvoll sei. Diese würden schließlich den Großteil der Forderungen vertreten und könnten zudem spezielles Wissen in das Verfahren einbringen.

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