Preissprung

Benzin, Diesel & Heizöl wurden zuletzt deutlich teurer

Laut Energieagentur sind im Vormonat die Spritpreise zum ersten Mal seit Jahresbeginn gestiegen. Was ebenfalls teurer wurde, wofür wir weniger zahlen.
Team Wirtschaft
29.07.2025, 12:43
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Während Strom und Gas im Vergleich zum Mai leicht günstiger wurden, verteuerten sich fossile Energieträger wie Heizöl sowie Treibstoffe deutlich. Zu diesem Schluss kommt die Österreichische Energieagentur in einer aktuellen Analyse. Hauptursache für diese Preissteigerung seien Risikoaufschläge infolge des militärischen Konflikts im Nahen Osten Anfang Juni gewesen. Insgesamt ergebe sich daraus, so die Experten in einer Aussendung, ein Anstieg des Energiepreisindex um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Uneinheitliche Entwicklung

Im Jahresvergleich zeige sich hingegen ein anderes Bild: Heizöl und Treibstoffe seien demnach trotz der jüngsten Anstiege weiterhin günstiger als im Juni 2024. Stark ins Gewicht falle jedoch der Anstieg der Strompreise, der sich vor allem durch den Wegfall staatlicher Entlastungsmaßnahmen sowie gestiegene Netzentgelte erklären lasse. Insgesamt liege der Energiepreisindex im Juni 2025 um 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert und trage damit zur allgemeinen Teuerung bei.

Weitere Preissprünge könnten folgen

"Die globalen Energiemärkte haben sich seit dem Höhepunkt der Energiekrise 2022 zwar deutlich beruhigt, bleiben aber anfällig für externe Schocks", erklärt Lukas Zwieb, Experte für Energiewirtschaft bei der Österreichischen Energieagentur. "Anhaltende geopolitische Unsicherheiten und Wetterextreme führen weiterhin zu volatilen Preisen. Konflikte wie jener im Juni können also spürbare Preissprünge verursachen", so Zwieb.

Größter Preisschub bei Heizöl

Im Juni 2025 sind die Preise für Treibstoffe und Heizöl zum ersten Mal seit Jahresbeginn wieder gestiegen. Dieseltreibstoff verteuerte sich gegenüber dem Vormonat um 2,0Prozent, im Jahresabstand wurde er hingegen um 5,1 Prozent günstiger. Auch Superbenzin wurde zuletzt teurer: Die Preise stiegen im Monatsvergleich um 2,2 Prozent, lagen aber weiterhin um 5,8 Prozent unter dem Niveau von Juni 2024. Besonders deutlich war der Anstieg bei Heizöl – hier betrug das Plus im Monatsvergleich 2,5 Prozent, im Jahresvergleich bleibt jedoch weiter ein Minus von 9,3 Prozent.

Strom bleibt Hauptpreistreiber

Trotz leichter Rückgänge im Monatsvergleich bleibt Strom laut Energieagentur im Jahresvergleich zentraler Preistreiber unter den Energieträgern. Während sich Strom im Juni um 0,4 Prozent verbilligte, liegt der Preis gegenüber dem Vorjahr immer noch 35,7 Prozent höher. Erdgas wurde im Monatsvergleich um 0,3 Prozent günstiger und lag im Jahresvergleich 9,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Preise für Fernwärme blieben nahezu unverändert.

Kaum Veränderungen bei Pellets und Brennholz

Bei festen Brennstoffen war im Juni nur ein leichter Preisanstieg zu beobachten. Die Preise für Holzpellets stiegen um 0,7 Prozent gegenüber Mai 2025 und lagen im Jahresvergleich um 0,9 Prozent niedriger. Brennholzpreise blieben im Monatsvergleich unverändert. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres war Brennholz um 6,2 Prozent günstiger.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } Akt. 29.07.2025, 16:53, 29.07.2025, 12:43
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