Nervenzusammenbruch

Beran bricht plötzlich in Tränen aus, Prozess pausiert

Zuerst sprach er großspurig über sein Motiv, dann begann Beran A. am Dienstag im Gerichtssaal bitterlich zu weinen. Der Prozess wurde unterbrochen.
Christian Tomsits
12.05.2026, 14:06
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Der Swift-Verdächtige Beran A. offenbarte am Dienstag sein gruseliges Terror-Motiv. "Ich wollte berühmt werden, handelte aus Geltungsdrang". Dann ging es um die Zeit nach der Verhaftung am 7. August 2024, als Beran in der U-Haft erstmals die Nachrichten lesen konnte und sein Macheten-Foto sah.

"Das Bild, was ich wollte, das präsentiert wird, wurde gezeigt. Ich war sprachlos, als ich das in den Nachrichten sah und musste lachen." Kurz darauf war ihm im Landesgericht Wr. Neustadt jedoch nicht mehr nach Lachen zumute: Als er erzählt, wie ihm seine Mutter Kindheitsfotos in die U-Haft schickte und er sich selbst wieder erkannte, brach der 21-Jährige plötzlich in Tränen aus, begann bitterlich zu weinen.

Der Prozess wurde für fünf Minuten unterbrochen, in denen der dickliche Terrorverdächtige schluchzend von seiner Anwältin Anna Mair getröstet werden musste. Als Kind sei er in der Schule gemobbt und "Fettsack" genannt worden. Verblendet von der menschenfeindlichen IS-Ideologie hatte er einen unglaublichen Hass auf die Gesellschaft.

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"Heute bin ich ein anderer Mensch, so wie ich heute bin, bin ich stolz auf mich. Ich liebe meinen Charakter", so Beran A – er sei nun menschlich, betonte er. Einen Anschlag könne er nicht mehr verüben. "Ich bin heute eine große Nummer, das würde sofort auffallen", würde er sich heutzutage bei etwaigen Anfragen oder Versuchen ihn zu beeinflussen auf so etwas nicht mehr einlassen. Dem (ehemaligen?) Fanatiker drohen bis zu 20 Jahre Haft, die Unschuldsvermutung gilt.

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