Finger verbrannt an Heizbetrug

"Billige Holzpellets" – Polizei warnt vor Fake-Shops

Mit Start der Heizsaison warnt die Polizei vor Fake-Shops. Das Muster: billiges Brennholz, Vorauszahlung – und dann Funkstille.
Victoria Carina  Frühwirth
28.10.2025, 04:00
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Die "Watchlist Internet" bestätigt den Trend und erklärt, worauf Täter setzen: Sie bedienen die volle Palette an Brennstoffen – Pellets, Brennholz bis hin zu Heizöl – und bauen Online-Shops, die auf den ersten Blick tadellos wirken.

Täuschen mit seriös wirkenden Websites

Typisch ist ein Zahltrick: Anfangs scheinen mehrere Bezahlarten möglich, im Checkout bleibt ausschließlich Vorauskasse übrig. Häufig wird die Kommunikation auf WhatsApp und ähnliche Messenger-Dienste verlagert, um Plattform-Sicherheitsrichtlinien zu umgehen. Als anschauliches Beispiel nennt die Watchlist einen Fake-Shop unter "holzarteiche.de" – entscheidend ist das Prinzip dahinter, nicht der einzelne Name.

Woran man eine Falle erkennt: Preise liegen unter dem Markt, aber nicht absurd tief – genau so, dass es nach "Schnäppchen" klingt. Ein fehlendes oder offensichtlich falsches Impressum ist ein K.o.-Kriterium – teils werden auch echte Firmendaten missbraucht.

Tricks zum Erkennen von Betrug

Bei genauerer Betrachtung ist das Registrierungsdatum der Domain frisch? Das Impressum sind falsch oder nachgebessert aus? Das ist ein klares Warnsignal. Die Landespolizeidirektion NÖ rät der Bevölkerung, Shopnamen mit Begriffen wie "Betrug", "Fake", "Erfahrung" oder "Problem" im Internet zu suchen. Den Kaufprozess soll man sofort abbrechen, wenn am Ende als Bezahlform nur mehr die Sofortüberweisung bzw. Vorauszahlung bleibt – Eine Banküberweisung im Voraus bietet keinen Käuferschutz!

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Bei Kleinanzeigen soll man Zahlungen ausschließlich über die Plattform (z.B. Willhaben) abwickeln, rät die Polizei Niederösterreich. Verkäufer, die auf einen Wechsel zum E-Mail- oder Messenger-Verkehr drängen, wirken verdächtig.

Auf den Betrug reingefallen? Das ist zu tun

Du hast das Geld schon an den Fake-Shop überwiesen und bemerkst den Betrug erst jetzt? Reagiere am besten sofort: Bei Vorauskasse ist das Geld meist verloren. Trotzdem wird geraten, umgehend die eigene Bank zu kontaktieren und über den Betrug zu informieren. In vereinzelten Fällen kann die Bank die Zahlung hier noch stoppen.

Bei Kreditkartenzahlung stehen die Chancen besser, das Geld wieder zurückzubekommen. Man soll deswegen sofort dem Kartenanbieter Bescheid geben, sodass eine Kartensperre in diesem Notfall möglich ist.

Vorsicht: Betrüger verfügen mit den Bankdetails auch über deine Kontaktdaten und versuchen oft, mit neuen Maschen nachzulegen. Die Polizei rät bei einem Betrug dringend zur Anzeige. Auch wenn kein Geld zurückkommt, helfen Angaben den polizeilichen Ermittlungen und können damit weitere Opfer schützen.

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