Hitze sorgt für Notstand

Bis zu 1.000 Euro Strafe für hohen Wasserverbrauch

Die Hitzewelle bringt die Wasserversorgung in Teilen Deutschlands an ihre Grenzen. In ersten Regionen gilt bereits der Ausnahmezustand.
Newsdesk Heute
25.06.2026, 13:55
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Die anhaltende Hitzewelle bringt die Wasserversorgung in Teilen Deutschlands an ihre Grenzen. Während Städte wie München und Mainz zum Wassersparen aufrufen, gilt in mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen bereits der Ausnahmezustand.

Betroffen sind laut der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZFK) rund 100.000 Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne. Der zuständige Wasserbeschaffungsverband "Am Wiehen" hat seine Wasserampel von "Rot" auf "Ausnahmezustand" gestellt.

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Bis zu 1.000 Euro Strafe

Hintergrund ist der stark gestiegene Wasserverbrauch. An einzelnen Tagen wurden rund 20 Millionen Liter Trinkwasser abgegeben. Die bisherigen Sparappelle hätten den Verbrauch kaum reduziert.

Deshalb gelten nun Einschränkungen: Trinkwasser darf nicht mehr für Autowäschen, das Befüllen von Pools, die Reinigung von Terrassen oder die Bewässerung von Gärten und Rasenflächen verwendet werden. Wer gegen die Vorgaben verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Die Ordnungsämter können Bußgelder von bis zu 1.000 Euro verhängen.

Nach Angaben der ZFK arbeitet die Trinkwasserbeschaffung inzwischen an ihrer Leistungsgrenze. Die Brunnen fördern nahezu ihre maximale Menge, Zulieferer liefern so viel Wasser wie möglich. Zusätzlich wurden kurzfristig mehr als 650.000 Liter Trinkwasser pro Tag organisiert.

Trotzdem gehen die Reserven weiter zurück. Der Grund: Es wird mehr Wasser entnommen, als nachfließen kann. Dadurch sinken die Pegel in den Hochbehältern, was das Versorgungssystem zusätzlich belastet.

Verbrauch muss sinken

Auch ein kurzer Regenschauer würde die Situation laut ZFK nicht nachhaltig entspannen. Entscheidend sei, dass sich die Wasserspeicher wieder füllen und gleichzeitig der Verbrauch sinke.

Vor allem an heißen Tagen steigt der Bedarf stark an, wenn viele Haushalte gleichzeitig Rasen bewässern, Pools befüllen, Autos waschen oder Terrassen abspritzen. Die vorhandenen Brunnen und Zulieferungen können diese Verbrauchsspitzen nicht unbegrenzt ausgleichen.

Wie lange der Ausnahmezustand in Ostwestfalen-Lippe aufrecht bleibt, ist derzeit offen. Sollte die Hitzewelle anhalten, könnten ähnliche Maßnahmen künftig auch in weiteren Regionen notwendig werden.

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