Die anhaltende Hitzewelle in Europa fordert erste Todesopfer. In Spanien sind seit Sonntag laut Behördenangaben mehr als 200 Menschen an den Folgen der extremen Temperaturen gestorben.
Nach Angaben des spanischen Gesundheitsinstituts Carlos III. wurden zwischen Sonntag und Mittwoch mindestens 212 Todesfälle mit der Rekordhitze in Verbindung gebracht.
Die Schätzung basiert auf einer Datenbank, die die aktuellen täglichen Sterbefälle mit statistischen Vergleichsdaten aus früheren Jahren abgleicht.
Wie groß die Auswirkungen extremer Hitze sind, zeigen auch Zahlen aus dem Vorjahr: Zwischen Mitte Mai und Ende September wurden in Spanien insgesamt 3.832 Hitzetote registriert.
Auch Italien kämpft weiter mit außergewöhnlich hohen Temperaturen. Das afrikanische Hochdruckgebiet "Caronte" sorgt dort für eine anhaltende Hitzewelle.
Bis Sonntag werden in mehreren Regionen Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. Zusätzlich rechnen Meteorologen mit sogenannten tropischen Nächten, in denen die Temperaturen kaum sinken.
Dadurch können Städte und Gebäude nur unzureichend abkühlen, was die Belastung für die Bevölkerung zusätzlich erhöht.
Als Reaktion auf die Hitze hat die italienische Regierung in mehreren Regionen ein teilweises Arbeitsverbot verhängt.