In der Nacht von Ostersamstag zu Ostersonntag wird vielerorts das Osterfeuer entzündet. Hiermit wird offiziell die Fastenzeit beendet und das "Licht der Welt" wieder symbolisch in die abgedunkelte Kirche getragen. Man darf wieder naschen und sich des Lebens freuen. Aus Liebe zur Umwelt und den Wildtieren sollte man allerdings diesem Brauchtum entsagen und vielleicht lieber LED-Flammen brennen lassen.
Fuchsbaby "Fili" verbrannte fast bei lebendigem Leib im Osterfeuer:
Jedes Jahr warnen wir natürlich vor den tödlichen Folgen für die Wildtiere aufgrund des Osterfeuers. Wenn man trotzdem nicht auf diese Tradition verzichten will, dann bitte erst UNBEDINGT den Reisig und das Holz vor dem Anzünden aufschichten. Viele Wildtiere wie Füchse, Vögel, Igel und auch Eichhörnchen denken nämlich bei diesem "Holz-Tipi" an eine sichere Behausung und verbrennen jedes Jahr bei lebendigem Leib.
▶ Grundsätzlich ist das Osterfeuer nicht überall - und wenn - nur am Karsamstag erlaubt. (Informiere dich auf dem zuständigen Amt, oder der zuständigen Gemeinde)
▶ Es dürfen ausschließlich trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz (Baumschnitt) verbrannt werden. Wer alte Möbelstücke entsorgen möchte, dann bitte auch in den zuständigen Deponien. Plastik oder Verpackungsmaterial hat ebenfalls im Osterfeuer nichts zu suchen.
▶ Aufgrund der Brandausbreitungsgefahr ist auch immer ein Sicherheitsabstand zur Feuerstelle einzuhalten.
▶ Offenes Feuer muss IMMER beaufsichtigt werden.
▶ Keine Brandbeschleuniger wie beispielsweise Benzin verwenden.
▶ Immer ausreichend Löschmittel bereithalten, wie Feuerlöscher, Wasser oder Sand.
Uns wäre natürlich am liebsten, man würde auf die entbehrliche Tradition gänzlich verzichten, oder vielleicht sinnbildlich nur eine Feuerschale im Garten vorbereiten. Die Tiere und die Umwelt werden es dir danken. Frohe Ostern.