Metapher mit klarer Botschaft

"Dann muss man gehen" – Zeiler stichelt gegen Babler

Babler-Herausforderer Zeiler bringt sich in Position: In einem "Krone"-Talk sorgt er mit einem indirekten Seitenhieb gegen den SPÖ-Chef für Aufsehen.
Heute Politik
27.09.2026, 20:14
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Der Machtkampf in der SPÖ geht in die nächste Runde. Medienmanager Gerhard Zeiler (71), der Parteichef Andreas Babler herausfordern will, legt nun mit einer bemerkenswerten Metapher nach – und die dürfte in der Löwelstraße sehr genau verstanden werden.

Im großen Interview mit "Krone"-Starjournalistin Conny Bischofberger sprach Zeiler über seine Beweggründe, seine Pläne für die Sozialdemokratie und darüber, wie er selbst mit politischem Misserfolg umgehen würde. Dabei wählte der frühere ORF-General einen Vergleich aus dem Fußball.

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"Verstehe ich nicht"

Auf die Frage nach seinem persönlichen Politikverständnis machte Zeiler deutlich, dass für ihn politische Verantwortung auch bedeutet, Konsequenzen zu ziehen, wenn der Erfolg ausbleibt. "Beides nicht. Das entspricht nicht meiner Persönlichkeit. Ich glaube, jeder hat die Verpflichtung, alles Menschenmögliche zu tun. Wenn das aber nicht genügt, dann muss man auch gehen", erklärte der 71-Jährige.

Dann folgte der Satz, der als deutliche Spitze in Richtung des amtierenden SPÖ-Chefs verstanden werden kann: "Ich verstehe Fußballtrainer nicht, die kein Spiel mehr gewinnen und trotzdem bleiben."

„Ich verstehe Fußballtrainer nicht, die kein Spiel mehr gewinnen und trotzdem bleiben.“
Gerhard Zeiler

Babler selbst hatte zuletzt keinen Rückzug erkennen lassen. Er verwies auf den Auftrag, den er bei seiner Wiederwahl als Parteivorsitzender im März erhalten habe. Zeiler wiederum hat öffentlich erklärt, für die Führung der SPÖ zur Verfügung zu stehen.

Zeiler sieht sich als Übergangslösung

Dauerhaft möchte der 71-Jährige die Partei allerdings nicht führen. Im "Krone"-Interview bezeichnete er sich ausdrücklich als Übergangslösung. Seine Aufgabe sehe er unter anderem darin, jüngere Menschen wieder stärker für die SPÖ zu gewinnen und in Parteifunktionen zu bringen.

Zeiler stellte zugleich klar, dass es keine fixen Zusagen innerhalb der Partei gebe. Er würde seine Kandidatur aber nicht verfolgen, wenn er nicht den Eindruck hätte, dass es dafür Unterstützung gebe. Über einen möglichen Wechsel an der Spitze müsse letztlich die SPÖ selbst entscheiden.

pol,27.09.2026, 20:14